Nach Angriffen auf Wahlkämpfer: Reaktionen und Schuldzuweisungen
Erst beleidigt, dann körperlich angegriffen: Zwei Wahlhelfer der Jungen Union wurden am Dienstagabend mitten im bürgerlichen Winterfeldtkiez in Schöneberg attackiert. Gestern folgten die Reaktionen der Parteien: Berlins CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein macht den „Diffamierungswahlkampf von SPD und Grünen“ verantwortlich. CDU-Kreisvorsitzender von Tempelhof-Schöneberg Jan-Marco Luczak fügt hinzu: „Wer an die Siegessäule projiziert ,Ganz Berlin hasst die CDU‘ trägt für solche Übergriffe Mitverantwortung.“
Luczak greift die SPD-Vize-Landesvorsitzende Sinem Taşan-Funke direkt an, nachdem die den beiden Wahlkämpfern alles Gute gewünscht hatte: Sie trage zum vergifteten gesellschaftlichen Klima bei, indem sie täglich Videos poste, in denen Friedrich Merz kritisiert werde. Diesen Kommentar wiederum verurteilte Moritz Heuberger, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Tempelhof-Schöneberg. Er forderte „klare Kante gegen Hass und Gewalt und keine Schuldzuweisungen“. Ein Wahlkampfteam der Grünen wurde am Mittwochmorgen ebenfalls angegriffen: Ein Mann schlug einem der Wahlkampfhelfer in Tempelhof ins Gesicht und äußerte sich homofeindlich und volksverhetzend.