Keine Anforderungen an Lompscher-Nachfolge

Wir wollten konkrete Vorschläge der Wirtschaft – und haben nachgefragt, was die neue Stadtentwicklungsspitze besser machen könnte. Das Resultat ist jedoch dürftig. Von Ann-Kathrin Hipp

Keine Anforderungen an Lompscher-Nachfolge
Foto: Patrick Pleul/dpa

Um das Anforderungsprofil für die neue Stadtentwicklungsspitze zu schärfen, haben wir Tag eins nach dem Rücktritt genutzt, um konkrete Forderungen aus der Bau- und Wohnungswirtschaft zu sammeln. Wo doch sonst alle immer so berlinlaut schreien, wird es die doch sicher in großer Anzahl geben? Oder? Oder auch nicht. Die Deutsche Wohnen hat die Anfrage erst gar nicht geantwortet. Die landeseigene Gewobag wollte ebenso wenig ein Statement abgeben wie Christoph Gröner von der CG-Gruppe. Der Mieterverein verweist auf eine Mitteilung, die vor allem daraus besteht, der alten Bausenatorin hinterher zu trauern. Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co.“ will sich dagegen wehren, dass „die Immobilienlobby und ihre Verbündeten in CDU und FDP“ den „bedauerlichen Rücktritt von Frau Lompscher zu nutzen, um eine unsoziale Mietenpolitik durchzusetzen“. David Eberhard, Sprecher vom Verband Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, fordert „pragmatische Lösungen im Sinne der wachsenden und sozialen Stadt“ (immer gut!). Allein Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD Berlin-Brandenburg, fordert konkret: „Eine gute Baupolitik, die Wohnungsbau und Bestandsmodernisierung in Berlin voranbringt, ist existentiell. Bauen sollte jetzt zur Chefsache werden.“ Mit Grüßen an Herrn Müller.