Merkel, die Frauen und der Sudan
100 Jahre nach Beginn ihrer Kanzlerschaft, äh, nachdem das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde, entdeckt Angela Merkel, dass man für eben jene ja auch mal was tun könnte. Auf der Zielgeraden ihrer Regentschaft wird sie fast zur Feministin, schließlich habe der Bundestag in der jüngsten Legislaturperiode nur noch einen Frauenanteil von 30,9 Prozent (vorher 37,1), was vor allem an ihrer eigenen Partei (und der AfD) liegt. „Das ist genau der Frauenanteil, den auch der Sudan in seinem Parlament hat.“ Sie selbst reiche da als Vorbild nämlich nicht aus, findet sie, auch wenn der Nachwuchs heute schon mal frage, ob eigentlich auch Männer Kanzler werden können. Angesichts des aktuellen Angebots ihrer Nachfolger würde ich sagen: eher nein.