Neonazi Schneider nach Brandanschlag aus U-Haft entlassen
Gern lachen wir hin und wieder über den deutschen Behördenwahnsinn. Aber manchmal vergeht einem das Lachen dann doch. Hier zum Beispiel: Nach einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Nauen war der ehemalige NPD-Politiker und Neonazi Maik Schneider im Februar 2017 vom Landgericht Potsdam zu einer Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt worden. Weil der Bundesgerichtshof befand, dass ein Befangenheitsantrag Schneiders zu Unrecht abgelehnt wurde, war das Urteil allerdings wieder aufgehoben worden, das Verfahren neu aufgenommen und der Angeklagte weiter in U-Haft geblieben. Und jetzt? Kommt Schneider vorerst ganz frei, weil es „mehrere vermeidbare Verfahrensverzögerungen durch die Justiz“ gab.