Landesschulbeirat fordert Stellungnahme von Schulsenatorin

Astrid-Sabine Busse hatte vor Jahren migrantische Familien pauschal kritisiert. Beiräte wollen wissen, wie die Schulsenatorin inzwischen dazu steht. Von Nina Breher

Landesschulbeirat fordert Stellungnahme von Schulsenatorin
Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) war 2009 Schulleiterin in Neukölln. Foto: Annette Riedl/dpa

Wir bleiben in Neukölln. Der Berliner Landesschulbeirat fordert eine Stellungnahme von Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD). Der Beirat sei „irritiert“ von früheren Aussagen der Senatorin, in denen sie pauschalisierend über migrantische Familien in Neukölln spricht. Das berichtet die „Morgenpost“ (Freitagsausgabe). Hintergrund ist ein Zitat von 2009. Busse war damals Schulleiterin in Neukölln und sagte der „SZ“: „Sie bleiben einfach untereinander. Man muss sich hier ja auch gar nicht mehr integrieren. Man nimmt das Viertel in Besitz, und man lässt sich pampern.“ Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin hatte Busse in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ zitiert, kürzlich war eine Debatte um die Aussage entfacht (CP vom 29.4. und 5.5.).

Der Landesschulbeirat verlangt nun eine schriftliche Stellungnahme von Busse. Denn die wies zwar den Rassismus-Vorwurf zurück, mehr als eine kurze Stellungnahme gab es aber bisher nicht. Der Landeselternbeirat verlangt mehr: „Wir wüssten zum Beispiel gern, ob ihre Einstellung heute eine andere ist als damals“, zitiert die „Morgenpost“ aus dem Schreiben.