SPD-Politiker Diaby erneut rassistisch bedroht

Karamba Diaby, dessen Bürgerbüro in Halle beschossen worden war, erhält nun auch Drohungen aus Berlin. Die SPD Marzahn-Hellersdorf hat Anzeige erstattet. Von Robert Ide

SPD-Politiker Diaby erneut rassistisch bedroht
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Und dann noch diese schlechte Nachricht: Der Politiker Karamba Diaby, dessen Bürgerbüro in Halle beschossen worden war, erhält nun auch Drohungen aus Berlin. In einem anonymen Schreiben an die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf (unterzeichnet mit „wir = das deutsche Volk“) wurde Diaby rassistisch mit dem N-Wort beschimpft und, sollte er nicht „schleunigst in seine Heimat zurückkehren“, mit Gewalt durch eine „Karbatsche“ (eine frühere Sklavenpeitsche) bedroht. Die SPD Marzahn-Hellersdorf, in der der in Senegal geborene Diaby öfter Gast ist, hat Anzeige erstattet. „Diese feige und widerliche Herabsetzung der Würde eines Menschen darf in keiner Form geduldet werden und muss als Drohung und Angriff auch auf das demokratische und freiheitliche Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger gewertet werden“, sagte Fraktionschefin Jennifer Hübner. Die Würde jedes Menschen, sie muss unantastbar bleiben.