Google: Lichtenberg und Spandau würden es machen
Als Gipfel der Unverschämtheit wurde bekanntlich auch die Absage von Google an Kreuzberg empfunden, weshalb sich die halbe Stadt plötzlich merkwürdig anbiedernd verhält. Kreuzberg ist offline? Kommt nach Lichtenberg!, ruft die örtliche CDU-Fraktion. Hoffentlich googelt da niemand die „zentrale Lage“. Der linke Bezirksbürgermeister ist darüber gar nicht froh, er sei nämlich tatsächlich bereits „über kleinere Projekte mit Google im Gespräch“: „Mich ärgert, dass die CDU so öffentlich rumtrompetet“, sagte Michael Grunst meinem Kollegen Paul Lufter im Leute-Newsletter Lichtenberg. „So funktioniert seriöse Ansiedlungspolitik nicht.“ Und auch in Spandau hätten sie gern mehr Internet, die Junge Union verschickte gestern einen offenen Brief an das sehr geehrte Google-Team, samt Einladung in den Bezirk. „Sie sind hier herzlich willkommen! Das Rathaus Spandau ist über U-Bahn, S-Bahn und den Fernbahnhof sehr gut und schnell zu erreichen. Die Havel liegt dabei direkt vor der Tür und bietet einen ganz besonderen Charme. Das Gebiet rund um die Altstadt wird sich in den nächsten Jahren stark verändern – und Sie können ein Teil davon sein.“