Im Spreepark erwacht der alte Rummel
Berlin dreht gern am Rad, besonders gerne am Riesenrad. Eine verwunschene Runde lässt sich im geschundenen, aber nicht verschwundenen Spreepark drehen, von dessen quietschenden Gondeln einst sozialistische Kinder bis in den Westen der eigenen, halbierten Stadt gucken konnten und dessen Fahrgeschäft „Fliegender Teppich“ später für den Schmuggel von 180 Kilo Kokain aus Peru entzaubert werden sollte. Ein Drama, das in dem wunderbaren Film „Achterbahn“ einen Zauber entwickelte und doch kein Happy End fand (Trailer hier). Nun werden hier im Plänterwald ab 2022 wieder ganz große Dinger gedreht, schrittweise soll der Rummel wieder zum Bummel einladen, der Probebetrieb am riesigen Rad beginnt schon morgen mit kleinen Kunstinstallationen. So dreht sich Berlin immer weiter – und niemals durch.