Streit in Kreuzberg um Markthalle Neun verschärft sich
In Kreuzberg kriegt man auch nichts mehr für ‘nen Appel und ‘n Ei. Erst recht nicht in der Markthalle Neun, bei deren Umgestaltung der Aldi auf dem Grabbeltisch landen soll. Die Initiative „Markthalle für alle“ beklagt nun in einem Brief an den Checkpoint „Chaos, Desorganisaton, Intransparenz“ des Bezirksamts bei der Bürgerbeteiligung: „Kläglich steht derzeit die Tafel zum Dialogverfahren in der Halle, arg zerrupft, obwohl eigentlich diese Dialogtafel alle zwei Wochen geupdatet werden sollte.“ Eine Ende Januar geplante Dialogwerkstatt sei auf Mitte März verschoben worden. Und in den Umfragen im Kiez werde „gar nicht explizit zur Markthalle Neun oder gar zum Aldi oder einer bezahlbaren Lebensmittel-Grundversorgung in selbiger gefragt“. Auf Nachfrage lässt Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann (Grüne) wissen, dass derzeit alle Dialogbögen durchgekaut ausgewertet würden. „Das kann noch einige Wochen in Anspruch nehmen.“ Die Öffentlichkeit werde bald umfassender informiert, was im Kern die neue Markthalle sein soll und wer künftig hier in welchen sauren Apfel beißt. Das scheint auch nötig, ehe sich die Bürger an die Birne fassen.