Mit Draisinen durch Brandenburg – unsere Sommertipps
Jottwede (Janz weit draußen) – Draisinen-Touren in Fürstenberg/Templin und Zossen: Schonmal was vom Schienenfahrrad gehört? Auf umgebauten Draisinen (das sind diese Gefährte, die man eigentlich nur noch aus Filmen kennt) zockeln Sie per Tretkraft z.B. durch den Naturpark Uckermärkische Seen und genießen die Landschaft in selbstbestimmtem Tempo – ganz ohne Falschparker! Für mehr Action kann man die original handbetriebenen Hebelexemplare ausleihen, für etwas gemächlichere Ansprüche Modelle mit elektronischer Unterstützung. Ausleihstationen gibt's sowohl im Norden Berlins in Fürstenberg/Templin, als auch südlich in Zossen, Touren sind ab 18 Euro pro Person online buchbar.
In Berlin um die Welt – Kanada: Indigene Kultur aus Kanada – dafür geht’s ins Berghain. Berlins berühmtester Club gilt immerhin seit drei Jahren als Hochkultur und ein entsprechendes Angebot gibt es heute Abend. Tanya Tagaq, Inuk-Gutturalsängerin, Avantgarde-Komponistin und Autorin, liest aus ihrem Debütroman „Split Tooth“, der in einer arktischen Siedlung spielt, und steigert sich zu einer fulminanten Live-Performance mit traditionellem Kehlgesang (in Kombination mit Industrial, Techno und Metal). Tickets kosten im VVK 20 Euro, los geht’s um19 Uhr. Einwohner Kanadas in Berlin: 3832 (Stand Ende Dezember 2018).
Sommerspaß – Fotoausstellung „Ruhrkohle“: Im Dezember 2018 schloss die Zeche Prosper Haniel in Bottrop – das letzte von mehr als 100 Steinkohlebergwerken im Ruhrgebiet. Ende eine Ära, die Zeit des Schwarzen Goldes, das dem Westen seinen wirtschaftlichen Aufschwung bescherte und bis heute das Identitätsgefühl im Revier prägt, war damit passé. Heute sind Bilder des Bergbaus bei der Kuratorenführung „Ruhrkohle – Vom Schacht in den heimischen Ofen“ zu sehen, die zugleich ein Appetizer auf die Retrospektive des Fotografen Ludwig Windstosser sind (ab Oktober zu sehen). 18-19.30 Uhr im Museum für Fotografie in der Jebensstraße 2, die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Sommersport – Headis: Weil der Fußballplatz belegt und nur die Tischtennisplatte frei war, begann der Saarbrücker Sportstudent René Wegner im Jahr 2006 in einem Freibad den Ball nur mit dem Kopf über das Netz zu spielen – die Geburtsstunde von Kopfballtischtennis. Heute wird ein 100 Gramm schwerer Gummiball (der Headis Match Ball) genutzt, beim Ballwechsel darf die Platte mit jedem Körperteil berührt werden und gewonnen hat, wer zuerst 11 Punkte erreicht. Der Hochschulsport der TU bietet Headis an. Freitags von 19.30 bis 21 Uhr, TU Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135.