Wohnberechtigungsschein für Menschen mit mittlerem Einkommen

Um die kleinen, oder vielmehr mittleren Leute kümmert sich ja zum Glück hier unser Senat. Der hat in dieser Woche beschlossen, dass ab dem 1. März auch Menschen mit mittlerem Einkommen einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Eigentlich eine schöne Sache, doch in den Bezirksämtern löst das leicht panische Zustände aus. Kollege Ingo Salmen berichtet aus Marzahn-Hellersdorf, man erwarte dort die mehr als doppelte Anzahl Anträge (von 3200 Fällen auf 7000), bei gleicher Stellenanzahl natürlich (3). Eine Blitzumfrage in anderen Bezirken ergab: überall könnte es Probleme geben. Beliebtes Berliner Muster: Erstmal Fakten schaffen, dann (vielleicht) Stellen. In MaHe hatte die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses im vergangenen Jahr bereits dazu geführt, dass im Jugendamt wochenlang die Sprechstunde ausfiel.