Schröder, RB Leipzig, Russen-Bashing: Von drei Dingen, die uns in der Krise beschämen
Altkanzler Schröder schweigt weiter, der RB Leipzig spendet seine Siegprämie nicht und das Russland-Bashing zwingt Wodka Gorbatschow zu einer Erklärung. Von Robert Ide.
Jetzt noch drei Dinge, über die man beschämt sein darf:
- Gerhard Schröder steht immer noch in Diensten von Kriegsverbrecher Putin. Der Alt-Kanzler stellt sich damit gegen die Sanktionen seines Landes, dem er im höchsten Amte verpflichtet war, und macht sich so nicht nur in der SPD unmöglich. Sein Kommentar bisher dazu: Schweigen.
- Der Retorten-Bundesligist RB Leipzig, der nach Kriegsbeginn noch gegen Spartak Moskau antreten wollte, möchte die „Siegprämie“ für das nun doch ausfallende Spiel von zwei Millionen Euro lieber für sich behalten als sie zu spenden. Der Kommentar von Klubchef Oliver Mintzlaff: „Die, die jetzt fordern, wir sollen das spenden, die sollen erst einmal selber spenden.“
- Die Isolation Russlands wird von manchen in Deutschland zu weit getrieben, so dass auch russische Lokale, Geschäfte und Menschen in Berlin unter Anfeindungen leiden müssen. Dabei leiden sie meist selbst unter Putins Krieg. Dazu ein Kommentar aus dem Spirituosenregal: „In letzter Zeit wurden wir vermehrt darauf angesprochen, ob Wodka Gorbatschow ein russisches Produkt sei. Dies ist nicht der Fall! Wodka Gorbatschow ist eine deutsche Marke, die 1921 in Berlin gegründet wurde. Ihr Wodka Gorbatschow Presse-Team.“ So hart kann kein Alkohol sein wie manchmal das Leben.