Ein Jahr ohne Verurteilung: Noch immer keine Verhandlung im Fall Lahav Shapira
Der jüdische Student wurde im Februar 2024 brutal attackiert und erlitt mehrere Verletzungen. Ein Jahr später wartet er immer noch auf den Verhandlungsbeginn. Von Anke Myrrhe
Nicht so gut geschützt wurde Lahav Shapira. Im Februar 2024 wurde der jüdische Student brutal attackiert, erlitt mehrere Brüche an Nase, Augenhöhle und Wange. Im September erhob die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen den mutmaßlichen Angreifer. Shapira selbst klagte außerdem vor dem Verwaltungsgericht gegen die Freie Universität – er wirft ihr vor, nicht genug gegen antisemitische Diskriminierung getan zu haben.
Und jetzt, ein Jahr später? Auf Checkpoint-Nachfrage schreibt das Verwaltungsgericht, man rechne mit einer Verhandlung „voraussichtlich im dritten Quartal 2025“. Das Amtsgericht Tiergarten erklärt, die Anklageschrift sei noch nicht zugelassen, ein Hauptverhandlungstermin stehe daher noch nicht fest: „Mit einer Entscheidung ist aber in Kürze zu rechnen.“ In Berlin kann das bekanntlich alles heißen.