Unzumutbare Verhältnisse in Berliner Wohnhaus – nach Erwerb durch die Stadt

Was passieren kann, wenn Berlin vom Vorkaufsrecht Gebrauch macht, lässt sich aktuell in Mitte beobachten. Von Ann-Kathrin Hipp

Unzumutbare Verhältnisse in Berliner Wohnhaus – nach Erwerb durch die Stadt
Foto: Christian Spicker/imago images

Ist die Stadt als Vermieter vielleicht doch nicht so toll, wie alle immer denken?“, fragt ein Mieter der Gotzkowskystraße 33 und beschreibt die Lage so: Ende 2019 übte Berlin das Vorkaufsrecht für das Haus aus. Im Januar 2020 übernahm die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) die Hausverwaltung. Was seitdem geschah: Das Heizöl ging aus, die Kellertür wurde aufgebrochen (und nicht repariert), Obdachlose haben im Keller ihren Schlafplatz gefunden und seit gut sechs Wochen gibt es kein Gas (kaltes Wasser, kein Herd).