Rammstein gentrifizieren den Prenzlauer Berg und sind damit nicht glücklich

Mit den Reichen in Prenzlauer Berg reicht es vielen schon lange. Zuletzt ließ Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz alias Flake wissen, dass ihm der Kiez seiner Kindheit wegen der Gentrifizierung heute eher wie Nürnberg vorkomme: „Es leben inzwischen sehr viele unangenehme Menschen hier.“ Zum Beispiel dieser unangenehme Mensch, der Häuser in Kiezhausen sein eigen nennt, weil er wie Flake als internationaler Rockstar viel Geld gemacht hat und nun offenbar noch mehr Geld mit Mieterhöhungen machen will. Das als Kiezanker und Künstlertreff bekannte Café Niesen am Mauerpark musste deshalb nach 13 Jahren dichtmachen. „Das ist Geldsucht, ich finde, das sollte man als Krankheit anerkennen“, kommentierte Café-Betreiberin Christine Wick lakonisch. Vermieter ist offenbar Rammstein-Frontmann Till Lindemann; das zumindest postete seine frühere Freundin Sophia Thomalla jetzt bei Instagram – und schimpfte über eine angebliche Mäuseplage im Café (was die Besitzerin dementiert), alte Toiletten und schlechten Kaffee. Schlimme Zustände müssen das sein – nebenan in Nürnberg.