Sanitäter werden attackiert
Sie sollen helfen, aber brauchen selbst Hilfe: Lebensretter werden immer öfter angegriffen oder an ihrer Arbeit gehindert. In Berlin-Mitte stach in der Nacht zu Montag eine Frau gar auf einen Polizisten ein, der der Feuerwehr half, sie wegen eines medizinischen Notfalls zu versorgen. Der Beamte wusste sich nach Polizeiangaben nur durch einen Schuss zu helfen, der die Frau verletzte. Laut Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr mehr als 6800 Polizisten und 235 Rettungskräfte beschimpft, beleidigt oder geschlagen – oft von Menschen, die unter Drogen oder wegen zu viel Alkohols neben sich stehen. Ernüchternde Einsätze häufen sich auch in Brandenburg, wo nach Autounfällen für Retter manchmal keine Gasse mehr gebildet wird. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) will nun die Strafen auf 1000 Euro für diejenigen erhöhen, die die Versorgung Verunglückter verhindern. Hoffentlich hilfts.