Mehr Platz um den Platz: Wie der Gendarmenmarkt noch schöner werden soll – auch mit Autoverkehr

Alles neu macht der Gendarmenmarkt. Dort gibt es jetzt neue Bäume, neue Elektranten mit Anschlüssen für Veranstaltungen und die Aufenthaltsqualität soll auch verbessert werden. Von Anke Myrrhe und Christian Latz.

Mehr Platz um den Platz: Wie der Gendarmenmarkt noch schöner werden soll – auch mit Autoverkehr
Foto: dpa / Soeren Stache

Der Bauzaun ist weg, seit gestern darf auf dem Gendarmenmarkt wieder flaniert werden. Neben vereinzelten neuen Bäumen (Bonde: japanische!) gibt es nun auch aus der Betonfläche ausklappbare Elektranten mit versteckten Anschlüssen für Veranstaltungen wie das Classic Open Air (Q: Abendschau). Wer Berlins schönsten Platz erreichen will, muss allerdings weiterhin eine Straße überqueren. Also vielleicht doch eine Fußgängerzone einrichten, wie es selbst Kai Wegner (CDU) einst vorschlug, bevor er Regierender Bürgermeister wurde? Mal nachgefragt bei Mittes Verkehrsstadtrat: „Ich würde gerne die Markgrafenstraße und die Mohrenstraße der Aufenthaltsqualität des Gendarmenmarkts anpassen“, sagt Christopher Schriner (Grüne). Blöderweise sind bereits die parallelen Nord-Süd-Routen, die Charlottenstraße im Rücken des Konzerthauses und östlich die Wallstraße Fahrradstraßen. „Dann hätten wir ein Problem in der Durchquerung mit dem Auto von Norden nach Süden“, sagt Schriner. Das kann niemand wollen!

Ein bisschen mehr Platz um den Platz solls dennoch geben: In der Markgrafenstraße könnte Längs- statt Querparken angeordnet werden und die Restaurants und Cafés Platz für Schankvorgärten statt parkender Autos bekommen, sagt Schriner. „Da sind wir mit der Stadtentwicklungsverwaltung im Gespräch.“ Checkpoint-Tipp: Ein Aperol Spritz am Platze hilft vielleicht bei der Überzeugungsarbeit.