Bürger gedenken Verstorbenen ohne Angehörige

„Ordnungsbehördlich bestattet“– wenn Menschen weder Angehörige noch Freunde haben und sich das Bezirksamt um die Urnenbeisetzung kümmert, bleibt der alte Domfriedhof St. Hedwig im Bezirk Mitte meist leer. Beerdigung, kurz, kostengünstig und schmerzlos. Dann ist es vorbei. Darüber, dass das Land Berlin es nicht schafft, eine den Menschen würdige Gedenkveranstaltung zu organisieren, hatten wir bereits im vergangenen Jahr im Checkpoint berichtet. In  Reinickendorf haben sich nun BürgerInnen zusammengefunden und erstmals eine gemeinsame Trauerfeier für die Verstorbenen organisiert, wie Kollege Gerd Appenzeller in seinem „Leute“-Newsletter berichtet. Am kommenden Sonntag (17 Uhr in der Apostel-Paulus-Kirche) wird all jener gedacht, die zu Lebzeiten vergessen wurden.