Giffey vor Wechsel ins Bundeskabinett

Bald ist Neukölln überall. Berlins größtes Polittalent Franziska Giffey soll vom Rathaus Neukölln ins Bundeskabinett wechseln. Darauf haben sich die ostdeutschen SPD-Verbände am Mittwochabend geeinigt – und der Bundespartei bleibt angesichts der gähnenden ostdeutschen Leerstelle in der neuen Regierung wohl nichts walter ulbricht, als dem Aufstieg der 39-Jährigen zuzustimmen. Pech für Berlins Bezirkspolitik, die ihre profilierteste Menschenversteherin verliert, wie mein Kollege Thomas Loy beschreibt. Pech auch für die Landespartei von Michael Müller, die lieber noch einmal Eva Höglnach vorne schieben wollte und Giffeys Wechsel ins Bundes-Berlin als „zu früh“ ansah. Tja, nun ist es zu spät – und die in Frankfurt an der Oder geborene und in Brandenburg aufgewachsene Giffey kehrt wohl nur noch unter einem Umstand nach Berlin-Berlin zurück: als Regierende Bürgermeisterin.