Widerstand gegen Wagenknecht im Osten

Mit bangem Blick schaut Berlins Politikblase immer stärker nach Ostdeutschland, wo die Parteien der sich selbst nur noch als „Übergangs-Koalition“ bezeichnenden Ampel-Regierung sowie die kollabierende Linke bei den Landtagswahlen um den Einzug in die Parlamente bangen müssen. Besonders das populistische Bündnis von Sahra Wagenknecht könnte das Parteiensystem neu ordnen. Nun aber regt sich Widerstand in Ostdeutschland, angeführt vom ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Martin Böttger aus Zwickau, gegen die neue Partei. In einem offenen Brief warfen er und 60 ehemalige DDR-Oppositionelle Wagenknecht gezielte Lügen in Sachen Ukraine-Krieg vor. Im Tagesspiegel-Gespräch beklagt Böttger nun: „Zunächst ist das eine Ein-Personen-Partei, das ist kaum demokratisch. Und diese eine Person ist nicht glaubwürdig.“

Sarkastisch fügt Böttger, der sich bereits im Kampf gegen Rechtsextreme in Sachsen einen Namen gemacht hat, in dem Gespräch an: „Sahra Wagenknecht ist nur eine Künstliche Intelligenz. Ihr Lächeln und ihre gespielte Kompetenz, Probleme zu lösen, sind künstlich. Ihre Intelligenz setzt sie nur ein, um Menschen falsche Tatsachen vorzuspiegeln.“ Mit ihrer Medienkompetenz verführe die frühere Linken-Politikerin die Leute, werde aber all ihre Versprechen nicht halten können. Das Interview mit Böttger lesen Sie am Donnerstag in unserem wöchentlichen Tagesspiegel-Newsletter „Im Osten“, kostenlos zu bestellen hier.