Tempo 30 soll mit Radarfallen durchgesetzt werden

Noch nicht gewöhnt haben sich die Autofahrer an die Tempo-30-Regelung auf der Leipziger Straße. Wie gut die funktioniert, kann man auch an der Ankündigung der Polizei ablesen: Beamte werden „nach Ablauf einer fünfwöchigen Gewöhnungs- und Übergangsphase“ die Leipziger ab heute mit Radarwagen überwachen, sprich: Blitzen.

Dem Ziel der verringerten Schadstoffbelastung ist man jedenfalls noch nicht sehr nahegekommen, kritische Autofahrer wird es vermutlich freuen, dass die schlimmsten Schadstoffe nicht vom Straßenverkehr kommen, wie das Umweltbundesamt nun mitgeteilt hat, sondern aus der Industrie.

Wenn Sie sich trotzdem ärgern, nicht mehr richtig Gas geben zu können, sollten Sie unbedingt den Text meines Kollegen Sebastian Leber lesen, erschienen in unserer  Samstagsbeilage „Mehr Berlin“ (hier im E-Paper). Als Gerd Eiserbeck in seinem Auto auf der Stadtautobahn verbrannt ist, haben einige versucht, ihm zu helfen. Haben versucht, den Wagen wieder vom Dach auf die Räder zu kippen, sich verbrannt, gestritten mit anderen, die ihren Feuerlöscher nicht rausrücken wollten. Statistisch betrachtet verändert ein Unfall mit Todesfolge das Leben von 113 Menschen: Partner, Kollegen, Freunde, Helfer, Augenzeugen. Lesen Sie diese Geschichte – und fahren Sie vorsichtig.