Schaurige Szenarien: Berlin könnte stark von Klimawandel betroffen sein

Werfen wir an dieser Stelle doch gleich mal einen Blick in die Zukunft und auf ein Thema, das die diesjährige Wahl – neben der großen W-Frage – mitentscheiden könnte: das Klima. Es ist ein Julitag im Jahr 2065, das Thermometer zeigt 41 Grad, seit Tagen ist es nicht unter 25 Grad abgesunken. Tropische Nächte. Für die nächste Woche sind starke Regenfälle angesagt. Es bleibt schwül. Der Senat hat Kühlräume für Alte und Kranke geöffnet, die zu Hause keine Klimaanlage haben. Kein Quatsch, sondern eins von drei realistischen Szenarien, das Wissenschaftler:innen des Climate Service Centers Germany für Deutschland und Berlin entworfen haben. Die Studie zeigt: Bundesweit würde die Hauptstadt in Sachen Klimawandel, gerade, was Temperaturanstieg, Hitzeperioden und schwüle Tage betrifft, mit am härtesten getroffen.


Julius Betschka und Christian Latz haben sich in einem Klima-Schwerpunkt intensiv mit der Analyse beschäftigt. Die detaillierte Auswertung finden Sie hier (T+). Außerdem beschreibt Klimawissenschaftler Christoph Schneider, wie sich die Stadt verändern muss (u.a. plädiert er für die Randbebauung des Tempelhofer Feldes) und Berlins Spitzenkandidat:innen erklären, was Sie konkret tun wollen, damit unserer Stadt lebenswert bleibt (ebenfalls T+).