Linke und SPD werben um junge Wählerschaft
Neben der ehemaligen Männerdusche mit der großen Aufschrift „Männer – Brausen – Toiletten“ trafen am Mittwochabend im Stadtbad Lichtenberg erstmals die Spitzenkandidatin der Linkspartei, Elif Eralp, und SPD-Spitzenmann Steffen Krach aufeinander. Beim Bürgertalk der Diakonie sprachen die beiden mit Dorothee Wetzler-Stöbe von der Berliner Bürgerstiftung und Michael Heinisch-Kirch von der SozDia-Stiftung Berlin über die Berliner Jugendpolitik. „Bei Kindern und Jugendlichen werde ich nicht sparen“, versprach Krach, konnte aber trotz energischer Nachfrage der Moderatorin Anne Rabe nicht sagen, wo er stattdessen Abstriche machen würde.
Eralp verwies unterdessen auf weitere Einnahmemöglichkeiten für das Land, die der aktuelle Senat nicht nutze, etwa eine höhere Grunderwerbssteuer oder eine Steuer auf unbebauten Boden. Krach kündigte an, ein Jugendparlament auf Landesebene finanzieren zu wollen. Eralp wiederum forderte ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in jedem Bezirk. Der in Umfragen zurückliegende SPD-Kandidat zeigte sich nach der Debatte regierungsgewiss: „In der Jugendpolitik können wir uns bei Koalitionsverhandlungen relativ schnell einigen.“ Eine warme Dusche Optimismus kann im Vorwahlkampf bestimmt nicht schaden.