Sommerserie
Hitzig weiter geht‘s mit dem Sommer:
In Berlin um die Welt – Brasilien: Zum Schluss der Trainingsstunde stellen sich alle Teilnehmenden im Kreis auf und bilden die „Roda“. Wer mutig und ist, tritt mit einem Radschlag in die Mitte. Haben sich zwei Gegner gefunden, beginnen sie zu „spielen“. So nennt man im Capoeira den Kampf zwischen zwei Athleten, bei dem sie Tritte und Kicks mit Drehungen und Saltos verbinden – immer im Takt der klatschenden Zuschauer, die sie umringen. Die Kombination aus Kampfsporttechnik und Tanzelementen macht den brasilianischen Nationalsport aus. Seinen Ursprung hat er als heimlichen Protest: Die Sklaven, die während der Kolonialzeit aus Afrika nach Brasilien verschleppt wurden, durften die Kampfsporttechniken aus ihrer Heimat nicht mehr praktizieren. Tanz war Tarnung. Mittlerweile ist der Sport weit über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannt und beliebt. Sogar am Hermannplatz. Dort befindet sich die Capoeira Akademie Berlin, wo Sie zum Beispiel heute um 17.30 Uhr Gingas und Armadas lernen können.
Sommerspaß – Feldkino: Kein Geheimtipp ist das Tempelhofer Feld. Ein Geheimtipp ist das kostenlose Open-Air-Kino im Sommer. Noch diesen und kommenden Mittwoch zeigt das FeldKino nahe dem Eingang Oderstraße / Herrfurthstraße ab ca. 21 Uhr – Sonnenuntergang – Werke Berliner FilmemacherInnen. Programminfos gibt‘s hier.
Sommersport – Lachyoga: Lachen ist Leben und umgekehrt. Das hatte schon Oskar Wilde gesagt.Wieso also nicht mal Lachyoga ausprobieren? Begründet vom indischen Arzt Dr. Madan Kataria, der 1995 in Mumbai den ersten Lachclub eröffnete, besteht das Training abwechselnd aus Dehn-, Klatsch-, Atem- und Lachübungen. Jede Übung hat einen medizinischen Hintergrund. Die Schwingung in der Luftröhre und die Bewegung des Zwerchfells etwa können mit einer „inneren Massage“ verglichen werden . Weil Lachen nicht nur Leben ist, sondern auch gesund. Kurse gibt es unter anderem jeden Dienstag und Donnerstag im Kreativhaus, Fischerinsel 3.
Jottwede – Radtour zum Ellbogensee: Wie ein gekrümmter Arm liegt der Ellbogensee dicht hinter der mecklenburg-brandenburgischen Grenze an der Havel. Ein gemütlicher Ort für Großstadtflüchtende – der glücklicherweise schnell zu erreichen ist. Mit dem RE 5 geht’s nach Fürstenberg/ Havel. Nach eineinhalb Stunden im Zug (kühles Bier und Fahrrad nicht vergessen!), schwingt man sich auf den Sattel und radelt die knapp zehn Kilometer stadtauswärts bis zum See (gut beschildert). Kurz hinter Großmenow liegt dann nicht nur der See, sondern auch ein Naturcampingplatz. Der perfekte Ort für den Sonnenuntergang – und wer will, bleibt einfach über Nacht und schaut sich auch den Aufgang an.