Gesundheitsbehörden wegen Coronavirus am Limit

Das Virus der Angst breitet sich in Berlin bereits zügig aus – vor allem aus Sorge, dass die Gesundheitsbehörden es doch nicht schaffen, den wahren Virus strukturiert zu behandeln. Ganz unberechtigt ist sie nicht: Bei den Hausärzten werden Schutzmasken so knapp wie das Klopapier im Supermarkt – auch das Klinikpersonal für neue Corona-Ambulanzen reicht nicht aus. Im Gesundheitsamt Lichtenberg sucht man weiterhin eine Amtsärztin für Infektionsschutz; die letzte flüchtete aus Angst vor der neuen Lage. Währenddessen bleibt die private Berlin Metropolitan School heute den dritten Tag in Folge geschlossen, weil der Verdachtsfall eines Vaters immer noch nicht geklärt werden konnte. „Was soll erst passieren, wenn wir eine richtige Epidemie haben?“, klagte eine Mutter am Mittwochabend am Checkpoint-Telefon.

Einen Liveblog zu allen Entwicklungen in Berlin finden Sie hier; eine interaktive Livekarte zur weltweiten Ausbreitung des Virus hier. Und falls Sie bei sich Symptome feststellen und dann nicht wissen sollten, wen sie besser anrufen und wen sie lieber nicht kontaktieren sollen, dann lesen Sie bitte diesen Servicetext hier. Für Hygiene kann und muss – nicht nur in diesen Tagen – jeder selbst sorgen. Immerhin, in der weiterhin unterirdisch überfüllten U-Bahn husten die Menschen jetzt vorbildlich in die Armbeuge – nur nicht immer in die eigene. Und jeden Morgen singen wir gemeinsam 20 Sekunden lang das gleiche Lied: Wasch die Finger wegen Corona!