Schulen auf, Augen zu

In Berlin betont man derweil, dass man zu Schulfragen lieber gar nichts mehr sagt, nachdem Anfang Januar zu schnell zu viel gesagt wurde. „Es gibt kein Datum“, hieß es gestern in der Senats-PK. Beschließen sollen erstmal andere, während hier immerhin ein bisschen mehr Corona-Equipment angeschafft wird. Darunter auch Selbsttests im Wert von 32 Millionen Euro – die sind allerdings vor März definitiv noch nicht einsatzfähig (weil nicht zugelassen). Ein Datum, das bei Öffnungsphantasien eine Rolle spielen könnte – vermutlich aber nicht wird. Also: Schulen auf, Augen zu.
 
„Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis diese Selbsttests bei uns ankommen“, schreibt uns ein Mitarbeiter einer Kreuzberger Grundschule. Zum Vergleich: Am 17. November habe die Bildungsverwaltung angekündigt, das Schulpersonal bekomme zwei FFP2-Masken pro Person. „Bei uns an der Schule tauchten die ersten Masken in der 1. Januarwoche auf – und es war nicht einmal eine pro Person.“ Die Luftreinigung laufe ähnlich nebelig, an seiner Schule gebe es „überdurchschnittlich viele, nämlich vier“. „Nach der damit einhergehenden Unterweisung müssen wir genauso intensiv lüften wie vorher. Als Laie hat man von außen keine Möglichkeit festzustellen, ob oder wie viel das Gerät aktuell an Viren beseitigt.“ Davon sollen nun laut Bildungsverwaltung weitere 7500 Geräte angeschafft werden, wären bei rund 900 Schulen immerhin acht pro Schule. Bis dahin hoffen alle, dass sich zumindest das Zeitfenster des Winters wieder schließen lässt.