Work & progress
Nachdem die Vorlage in der vergangenen Woche schon auf dem Tisch lag (einstimmig vertagt), wird der Senat heute nun doch keine eigenen Homeoffice-Regeln beschließen. Der Entwurf von Arbeitssenatorin Breitenbach (Linke) sah deutlich schärfere Regeln vor, zum Beispiel ein grundsätzliches Verbot von Präsenz-Bildschirmarbeit. Nun soll zunächst abgewartet werden, ob die zarten Bundesbeschlüsse wirken.
Schärfere Regeln wären allerdings auch schwierig zu vermitteln angesichts einer Verwaltung, in der von den zwei Dritteln, die theoretisch im Homeoffice arbeiten könnten (kein Bürgerkontakt nötig), erst 40 Prozent mobil arbeitsfähig sind (immerhin: Im Frühjahr waren es noch 10 Prozent). Heißt in Zahlen: von den 130 000 Mitarbeitenden könnten rund 86 000 im Homeoffice arbeiten, davon können es derzeit etwa 34 000. „Die Tendenz ist weiter steigend, da weitere mobile Endgeräte in Kürze ausgeliefert werden bzw. sich bereits in der Auslieferung befinden“, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung gestern. Bis Mitte des Jahres sollen weitere 10 000 Mitarbeitende ausgestattet sein. Eine Frage konnte die Innenverwaltung gestern allerdings nicht beantworten: Wie viele der Mitarbeitenden in der Verwaltung die Möglichkeit zum Homeoffice tatsächlich nutzen.