Kühnert ist kein "Kevin allein zu Haus"
Eine sichere Bank wäre „Final Countdown” (Europe), die Uhr zum Mitgliederentscheid läuft. Einige in der SPD fordern nun allerdings, gleich alles zu hinterfragen, auch eine Parteichefin Nahles, die Martin Schulz bereits morgen kommissarisch ablösen soll – von wegen #SPDerneuern und so. Das versucht Juso-Chef Kevin Kühnert unermüdlich voranzutreiben. Gefragt, ob er seine NoGroko-Tour denn nun nach dem Schulz-Verzicht nicht absagen müssen, schreibt er. „Es scheint mittlerweile schon für Irritationen zu sorgen, wenn in der Politik jemand mehr als zwei Monate lang konsequent einen Standpunkt vertritt.“
Inzwischen ist auch in Großbritannien angekommen, dass in der SPD „a student called Kevin“ gerade einiges durcheinanderbringt. Der Guardian schreibt, Kühnert müsse nicht nur angerechnet werden, dass er Angela Merkel Angst einjage, sondern auch, dass er den Namen Kevin rehabilitiere, „den in Deutschland laut Reputation nur unkultivierte Eltern ihren unbegabten Kindern geben“.
Dort erfährt man auch, dass Kühnert kein „Kevin allein zu Haus“-Kind ist (der Film ist von 1990, Kühnert von 89), sondern seinen Vornamen dem Fußballer Kevin Keegan (HSV-Legende Ende der 70er) verdankt. Da sind die Briten natürlich stolz und dankbar zugleich. Davon ist die SPD weit entfernt. (noch mehr Kevin im Encore)