Ein Herz für Kirchner
Neue Hauptrolle im Roten Rathaus: Weil der beliebte „Tatortreiniger“ im Fernsehen eingestellt wird, betätigt sich nun der nicht so beliebte Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) als Aus- und Aufputzer. Wie im Checkpoint angekündigt, rettete Müller gestern in der Senatssitzung die von den Grünen in die Grütze gefahrene Personalie des wegen seiner Krebskrankheit entlassenen Verkehrs-Staatssekretärs Jens-Holger Kirchner und beförderte ihn kurzerhand zum Sonderbeauftragten in der Senatskanzlei für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte. Die partei- und geschicklose Senatorin Regine Günther fährt derweil mit anderem Staatssekretär am Straßenrand weiter, allerdings ohne Verkehrsexpertise und lokale Bodenhaftung (ein Beispiel aus dem „Leute“-Newsletter Marzahn-Hellersdorf gibt es hier). Am Tatort zurück bleibt ein wieder lebensfroher Kirchner, der sich für die Unterstützung bedankte: „Berlin hat nicht nur Schnauze, sondern auch Herz.“ Ein Herz für Kirchner.