Glasdach lässt Kinder schmoren

Besonders froh, dass sie bei diesen Temperaturen nicht mehr in den Klassenzimmern sitzen müssen, sind die Kinder der Karlsgarten-Grundschule in Neukölln. Dort wird es unter einem Glasdach nämlich im Sommer gerne mal 40 Grad heiß, Folge eines Planungsfehlers in den 90ern. Damals sei noch kein Nachweis des Wärmeschutzes erforderlich gewesen, sagte das Hochbauamt meiner Kollegin Madlen Haarbach („Leute“-NL Neukölln). Lüften reicht nicht, eine 2015 eingebaute „Verschattungsanlage“ ist derzeit „aufgrund von aktuellen Mängeln nicht in Betrieb“. Schüler berichten, das Sonnensegel sei nur einmal ausgefahren worden, dann habe es nicht mehr funktioniert. Um die Reparatur wird mit der zuständigen Firma gestritten. Bis dahin werde man, sagt Stadträtin Korte (SPD), zum Beispiel Sonnenschutzfolie aufkleben (würde die Räume ganzjährig verdunkeln) oder bessere Durchlüftung herbeiführen. Und verspricht: Nach den Ferien soll niemand mehr schwitzen.