Alles fürs Kind: Eltern bauen jeden Morgen tonnenschwere Straßensperrung vor Berliner Schule auf und ab
Eine temporäre Straßensperrung von 7:30 bis 8:15 Uhr soll seit Dienstag die Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Wilmersdorf schützen. Die Krux: Eltern müssen die 18 Baken à 35 Kilo jeden Morgen eigenhändig auf- und wieder abbauen. Gut 65 Minuten hätten sie am Dienstag allein für den Aufbau gebraucht, erzählt ein Vater. „Wir haben ordentlich was weggeschafft.“ Bezirksstadtrat Oliver Schruoffenegger (Grüne) wirft er vor, die Verantwortung für den Schutz der Kinder „systematisch auf die Eltern abzuwälzen“. Ping…
… und Pong… Schruoffeneger erklärt: Für Schulstraßen gebe es in der Straßenverkehrsverordnung keine Regelung. Ersatzweise genehmige der Bezirk die Sperrung als „Veranstaltung“, dafür sei rechtlich allerdings keine dauerhafte Beschilderung möglich. Um die Eltern zu entlasten, wolle man „sehr nahe“ Flächen suchen, auf denen die Schilder außerhalb der Sperrzeiten abgestellt werden können. Dem Checkpoint sagte er allerdings auch: Die Elternschaft habe „mehrfach“ betont, die Arbeit leisten zu können. „Ich finde daher auch momentan das fast schon persönliche verbale Angreifen meiner Beschäftigten vor Ort sehr unpassend.“ Das stehe im „absoluten Widerspruch“ zum bisherigen Werdegang.