Trauerfeier in Utah: Bewegender Abschied von Berliner Luftbrückenheld Gail Halvorsen
Halvorsens zweite Heimat war Berlin. Nun wurde er in seiner ersten beigesetzt. 600 Menschen, darunter seine fünf Kinder und 69 Urenkel, nahmen Abschied. Von Robert Ide.
Eine Liebe zu Berlin. Kathrin Röschel war lange Schulleiterin der Gail-S.-Halvorsen-Schule in Dahlem. Nun schreibt sie eine bewegende Mail aus dem verschneiten Provo in Utah, wo sie mit 600 anderen Menschen an der Beerdigung des Berliner Luftbrückenhelden Gail S. Halvorsen teilnahm. Seine fünf Kinder hielten Reden, alle seine 69 Urenkel waren dabei. Immer sei zum Ausdruck gekommen, dass Berlin Halvorsens „zweite Heimat“ geworden sei und wie sehr ihn die Dankbarkeit der blockierten Stadt für die amerikanischen Rosinenbomber bewegt habe. So habe ihn ein Berliner am Rande des 60. Luftbrückenjubiläums angesprochen: „Thank you for saving my life.“ Die Schokolade, die Halvorsen per Fallschirm abgeworfen habe, hätte nicht nur den Hunger gestillt, sondern auch Hoffnung gegeben – dass es Menschen gibt, denen das Schicksal Berlins nicht egal sei. Kathrin Röschel schreibt dazu: „Gail hat uns gezeigt, dass ein einzelnes Leben, ein einziger Mensch einen Unterschied machen kann. Auch heute.“