Kritische Neuberliner Prominenz

Dass das Olympiastadion nix taugt, hat auch Waldemar Hartmann festgestellt (hat sich die Sache mal aus einer Loge angesehen), der Weißbier-Waldi wohnt nämlich neuerdings in Berlin. „München war für mich auserzählt – und da bekommt man nach 22 Uhr ja nicht mal mehr eine Currywurst“, hat er meinem Kollegen Felix Hackenbruch bei einem Spaziergang am Hackeschen Markt erzählt. Nur der Checkpoint hätte ihn fast davon abgehalten: „Als ich las, wie schlimm diese Stadt sein soll, habe ich es mir schon noch mal überlegt.“ Zwei Jahre noch und wir haben die Wohnungsnot hier weggeschrieben.

An den Ton hat sich Hartmann inzwischen gewöhnt, an andere Dinge nicht: Kottbusser Tor, Görlitzer Park, Alexanderplatz nach 20 Uhr, öffentliche Verkehrsmittel – all das versucht er zu vermeiden. „Es gibt hier schon manchmal sehr viel Freiheit in die falsche Richtung. Es kann nicht sein, dass man da kapituliert.“