Der Streit um Dienstzimmer 240 und andere Berlinprobleme
Wenn wieder einmal etwas unerledigt bleibt in Berlin, hat das Gründe. Die können erschreckend banal sein. So wie in Mitte. Da haben der Personalrat und Bürgermeister Stephan von Dassel satte eineinhalb Jahre um das Dienstzimmer 240 gestritten – und sind bis vors Gericht gegangen. Torsten Hampel erzählt die Parabel einer Lähmung. Berlin bleibt es, die Lehren daraus zu ziehen.
Dazu passt dieser Tweet aus der Kategorie „Twitter, aber ehrlich“ von Axel Seltz (Bezirksverordneter für die SPD in Schöneberg): „Im Bezirk hat die Verkehrsverwaltung letzte Woche den Arbeitsstand 2016 erreicht. Im traurigen Ernst: Außer Gefahrenabwehr läuft da so gut wie gar nichts. Das frustriert Bürgerinnen & Bürger und Bezirksverordnete gleichermaßen.“ Ob Raumstreitigkeiten ursächlich sind, ist bisher nicht bekannt.
Dazu die Top-Drei-Bezirke mit der höchsten Anzahl an offenen Verwaltungsvorgängen zur Beantragung von Eheschließungen (Q: Anfrage MdA Maren Jasper-Winter, FDP): Charlottenburg-Wilmersdorf (327), Neukölln (283), Lichtenberg (150). Schöneberg zählt 100, Mitte hat „keine statistische Erhebung im Bezirk“. Wahrscheinlich aus Gründen.