Straßenverkehrsordnung: Politiker taugen nur mäßig als Vorbild

„Wer soll sich an Regeln halten, wenn nicht mal unsere Politiker das tun?“ titelt heute die B.Z. Mit einem Undercover-Einsatz in Pankow haben Reporter enthüllt, dass SenatsmitarbeiterInnen in Sachen Straßenverkehrsordnung nur mäßig als Berlin-Vorbild taugen. Vier Ausreden zum Einsteigen im absoluten Halteverbot (bei geschlossener Linie und auf einem Radweg) samt passender B.Z.-Namen: (Un)-Gesundheitsministerin Dilek Kolat (SPD) lässt über einen Sprecher ausrichten: „Die Senatorin hat in dem kurzen Moment des Einsteigens nicht darauf geachtet, in welcher Parkzone sich der Dienstwagen befindet.“ (Vor)-Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Senatssprecherin Claudia (Verkehrs-)Sünder sagt: „Ich hatte die Arme voller Akten. Das hat weniger als eine Minute gedauert.“ (Un-)Wissen(heit)schafts-Staatssekrektär Steffen Krach (SPD): „Mist das darf nicht passieren.“ Team Checkpoint ergänzt um den Fahrer des SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh (blockiert Schutzstreifen, fährt Fahrradfahrer beim Abbiegen fast um“). Keine Stellungnahme. Was soll man dazu schon sagen!