Statistisch leidet in jeder Schulklasse ein Kind unter sexueller Gewalt
Fast ganz Deutschland sprach am Mittwoch über die Ermittlungen gegen den früheren Fußballer Christoph Metzelder. Dazu teilte die Staatsanwaltschaft Hamburg mit: „Die Staatsanwaltschaft Hamburg führt ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Nationalspieler Christoph Metzelder wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Schriften. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, über die Kommunikationsplattform Whatsapp Bilder mit kinderpornografischem Inhalt an eine Empfängerin in Hamburg versandt zu haben.“ Metzelder äußerte sich bisher dazu nicht.
Kaum jemand sprach am Mittwoch über den Monitoring-Bericht zur Prävention sexueller Gewalt, der in Berlin vorgestellt wurde. Dazu teilte der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig mit: „Rein statistisch sind ein bis zwei Kinder in jeder Schulklasse in verschiedenen Kontexten von sexueller Gewalt betroffen. Sie brauchen sensibilisierte Fachkräfte, die ihre Signale erkennen und wissen, an wen sie sich bei Vermutung und Verdacht wenden können. Der Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt hängt in Deutschland noch viel zu oft vom Zufall oder Engagement Einzelner ab.“
Der Missbrauch von Kindern ist uns näher, als wir oft wissen wollen. Darüber sollte Deutschland mal reden.