Ist die neue Apple-Serie realistisch? Das sagt ein Berliner Krankenpfleger über „Krank“
Zumindest der Anspruch der Apple-Serie „Krank“ war, so realistisch wie möglich zu sein und auf Missstände hinzuweisen. Ob ihr das gelungen ist? Der Checkpoint hat nachgefragt. Von Ann-Kathrin Hipp und Sönke Matschurek.
Ein Drama: Auf Apple TV+ läuft dieser Tage die neue Serie „Krank Berlin“ an. Patienten randalieren im „Höllenkrankenhaus der Haupstadt“ (Spiegel), der Chirurg operiert zugedröhnt, „alle Gesichter sind übermüdet und überfordert“ (FAZ). Eine „Milieustudie aus dem Fegefeuer des Gesundheitssystems“, lobt die SZ. „Es gibt keine Ruhepausen, weder für das chronisch unterbesetzte Personal, noch für die Zuschauer“, schreibt der Tagesspiegel. Der „Versuch war, so realistisch wie möglich zu sein“, sagt Hauptdarsteller Slavko Popadić im FluxFM-Interview. Und? Ist das gelungen? „Ob unsere Chirurgen Drogen nehmen, weiß ich nicht“, sagt Krankenpfleger Lukas Wiedmann vom Urban-Krankenhaus (der auch in der Berliner Krankenhausbewegung organisiert ist) dem Checkpoint. Doch chronische Unterbesetzung, täglichen Gewalterfahrungen und das „Dauerfeuer“ in der Notaufnahme seien real.Daran werde wohl auch die Serie nix ändern: „Wir arbeiten im Missstand.“