Fall Fabien Martini: Gingen die Ermittler zu nachsichtig mit dem Polizisten um, der den tödlichen Unfall verursachte?

Am Mittwoch wollen Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik die Kriminalstatistik für 2018 vorstellen. Darin enthalten: der Fall Fabien Martini. Weil ein Polizeiwagen mit 136 Kilometern pro Stunde durch den Tunnel Grunerstraße raste, weil der Wagen mit Tempo 93 in die Fahrertür der jungen Frau knallte, musste sie sterben. Ein Jahr später kommt raus, dass der Fahrer Peter G. betrunken gewesen sein könnte. Felix Hackenbruch, Sebastian Leber und Alexander Fröhlich haben die Ermittlungen rekonstruiert. Das Ergebnis: Die Staatsanwaltschaft ging monatelang sehr nachsichtig mit Peter G. um. Die ermittelnde Direktion, in der er tätig war, wollte offenbar wenig vom Alkoholverdacht wissen. Im Zweifel für den Angeklagten. Doch wer nicht von Anfang an richtig ermittelt, gibt den Zweifeln Futter.