weniger Betriebsstörungsbingo, mehr Busse und Bahnen, alles besser machen – das ist der Plan des Senats. Mit dem „Nahverkehrsplan 2019-2023“, der am heutigen Dienstag in Brüssel beschlossen werden soll, will Berlin die Misere des öffentlichen Nahverkehrs überwinden. Kostenpunkt: 28,1 Milliarden Euro. Dafür soll am Ende jeder (und das Ende ist für 2035 angesetzt), der bislang lieber mit dem Auto gefahren ist, „sagen können: Ich brauche gar kein Auto“ (Regine Günther, parteilos). Wir sind gespannt, wann wir den Satz zum ersten Mal aus Senatskreisen hören.
Weniger Autos, weniger Lärm. So könnte man die Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung „Lärmaktionsplan 2018-2023“ des Senats zusammenfassen. Mehr als 1.550 Hinweise zu Berlins lautesten Orten sind eingegangen. Zwei Drittel beziehen sich auf Straßenlärm. Zu den 51 am häufigsten genannten Orten (Karte hier) hat die Senatsverwaltung (SenUVK) eine Stellungnahme erarbeitet. Beschwerdebeispiel: In Moabit sind „praktisch jeden Abend Lärmposer unterwegs, die mit heulenden Motoren bevorzugt die Perleberger Straße, Turmstraße und Stromstraße inklusive Überfahrt der Pulitzbrücke für rennenartige Geschwindigkeits- und Lärmwettbewerbe nutzen.“ Maßnahme: „In den angesprochenen Straßen sind mit der Planung der Straßenbahnneubaustrecke Hauptbahnhof – U-Bahnhof Turmstraße auch straßenräumliche Maßnahmen wie eine Reduktion oder Verengung der Kfz-Spuren vorgesehen.“ Das wäre dann 2021.
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Am Mittwoch wollen Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik die Kriminalstatistik für 2018 vorstellen. Darin enthalten: der Fall Fabien Martini. Weil ein Polizeiwagen mit 136 Kilometern pro Stunde durch den Tunnel Grunerstraße raste, weil der Wagen mit Tempo 93 in die Fahrertür der jungen Frau knallte, musste sie sterben. Ein Jahr später kommt raus, dass der Fahrer Peter G. betrunken gewesen sein könnte. Felix Hackenbruch, Sebastian Leber und Alexander Fröhlich haben die Ermittlungen rekonstruiert. Das Ergebnis: Die Staatsanwaltschaft ging monatelang sehr nachsichtig mit Peter G. um. Die ermittelnde Direktion, in der er tätig war, wollte offenbar wenig vom Alkoholverdacht wissen. Im Zweifel für den Angeklagten. Doch wer nicht von Anfang an richtig ermittelt, gibt den Zweifeln Futter.
Die „Neue Chance gGmbH“ (beauftragt vom Land) sucht aktuell „sozial kompetente Menschen“, die Nachtschichten in der Notübernachtung in der Rathenower Straße übernehmen. Der Aufgabenbereich umfasst den Einlass von und den Kontakt mit wohnungslosen Personen, die Bettenverteilung, die Mahlzeitenplanung und -zubereitung, die Umsetzung von Hausordnung und Nachtruhe, die schriftliche Dokumentation sowie die Schließung der Notübernachtung am Morgen. Kurzum: quasi alles. Gearbeitet wird von 18 bis 8 Uhr. Gezahlt wird eine Aufwandsentschädigung (sog. „Übungsleiterpauschale“ im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG) in Höhe von 70 Euro. Pro Schicht. Macht fünf Euro pro Stunde. Geteilt hat das Gesuch Berlins Arbeits- und Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) auf ihrer Facebookseite – und dabei offensichtlich zwei Augen zugedrückt. Wo Hilfsbereitschaft ist, so scheint es, braucht es keinen Mindestlohn.
Übrigens: Der TagesTreff Weitlingstraße sucht für den Betrieb am Wochenende auch noch dringend ehrenamtliche Unterstützung. „Leider unentgeltlich.“ Bleibt zu hoffen, dass Berlin Herz hat und übernimmt.
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KANN MAN MIT LITSCHIS RADWEGE BAUEN?
Ja, dank Berlins größtem Gastgeber. Denn globale Leitmessen wie die FRUIT LOGISTICA sorgen für zusätzliche Steuereinnahmen, die zum Beispiel in die Infrastruktur unserer Stadt fließen. Was die Messe sonst noch für Berlin tut, erfährst du unter hostingtheworld.de
Durch möblierte Wohnungen lässt sich die Mietpreisbremse umgehen (CP von gestern). Dagegen, dass das landeseigene Unternehmen Berlinovo genau damit hantiert, klagt seit 2018 mit Covivo eines der größten Immobilienunternehmen Europas. Der Betrieb einer Immobilie als „Boardinghouse“ sei nicht vereinbart. Der Vorwurf: Zweckentfremdung. Berlinovo streitet ab. In einem Schriftsatz, der dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es: „Die Beklagte bietet (…) über die – einer möblierten Wohnung entsprechende – Ausstattung mit Bett-, Tisch- und Badwäsche hinaus keine der für einen Beherbergungsbetrieb typischen Serviceleistungen (…).“ All-inclusive-Urlaub gibt’s also noch nicht.
In der Senatskanzlei scheint das Berlinovo-Konzept übrigens bekannt. In einer Diskussion mit der Immobilienplattform Wunderflats, die möblierte Wohnungen anbietet, soll Staatssekretär Frank Nägele das Unternehmen als erfolgreiche Gründung gelobt haben, „die Wohnen auf Zeit unter klaren und transparenten Kriterien organisieren und bedarfsgerechte Lösungen für den Wohnungsmarkt anbieten.“ Alles eine Frage der Perspektive.
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Staatsballett Berlin: „La Sylphide“
Romantisches Ballett in zwei Akten nach August Bournonville (1836). Das Ballett über eine unerfüllbare Liebe wurde zum Modell für das weiße Ballett schlechthin, für die Bedeutung der Ballerina, die rätselhaft, überirdisch und unberührt auf Spitze entschwebt. Die Premiere findet am 1. März, 19:30 Uhr in der Deutschen Oper Berlin statt - Tickets und weitere Termine
Noch immer gibt es keine Hinweise, wo sich die vermisste 15-jährige Rebecca Reusch aufhält. Weil nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen ist, hat die Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Ein Foto der Vermissten finden Sie hier.
Berliner Schnuppen
Telegramm
In den kommenden sechs Wochen wird die Karl-Marx-Allee zwischen Otto-Braun-Straße und Strausberger Platz umgebaut. Unter anderem soll ein 4,5 Meter breiter Radweg entstehen. Für die Fahrradfahrerin, die vergangene Woche am Alex verunglückte, kommen solche Maßnahmen zu spät.
In Kitas, Schulen, Jugendämtern und Hochschulen wollen Angestellte heute und morgen streiken. Am Mittwoch sind außerdem alle anderen Angestellten, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen, dazu aufgerufen. Betroffen sind dann unter anderem Bezirksämter, Senatsverwaltungen, Bibliotheken und Angestellte im Polizei- und Feuerwehrdienst.
Aus einer Abteilung soll ein eigenständiges Amt werden, aus der Ausländerbehörde das Landesamt für Einwanderung und das wiederum soll „zu einer echten Willkommensbehörde fortentwickelt werden“ (Innensenator Andreas Geisel, SPD). Das hat Berlin beschlossen und ist damit bundesweit Vorreiter.
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Im Haus der Berliner Festspiele wird vom 8. bis 10. März 2019 der Palast der Republik symbolisch neu errichtet. Verbunden mit der kritischen Reflexion der ambivalenten Bedeutung dieses Gebäudes nimmt ein „Palast der Gegenerzählungen“ Gestalt an, der die Ereignisse der Wende- und Nachwendejahre neu betrachtet und mit heutigen Ideen und Projekten zusammenbringt.
Tickets und weitere Informationen hier
Die Zahl rassistischer Straftaten ist in Brandenburg um drei Viertel gestiegen. Insgesamt 127 Delikte registrierte die Polizei im vergangenen Jahr (Q: Anfrage MdL Andrea Johlige, Linke). Macht genau 127 Delikte zu viel.
Die Berliner Richter warnen vor einem Justiz-Kollaps (Q: Berliner Kurier) und verlangen, dass der Senat für mehr Personal, Räume, elektronische Datenverarbeitung und die Ausbildung sorgt. Die Gerichtsbarkeit als zentrale „Säule des Rechtsstaats“ sei in Gefahr.
Weil ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde, wurde der Vize-Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Helmuth Frauendorfer, entlassen. Jetzt lehnten seine Anwälte eine Abfindung vor dem Arbeitsgericht ab. Es gehe ihm darum, „sich von den Vorwürfen reinzuwaschen“ – und seinen Job zurückzubekommen.
Im Januar hatte die Berliner Polizei Instagram kurzzeitig in Tinder verwandelt und das Kontaktgesuch eines Beamten veröffentlicht. Dazu stellt der Senat jetzt fest: „Private Gesuche auf behördlichen Accounts zu veröffentlichen entspricht nicht den Aufgaben des Social Media Teams der Polizei Berlin“ (Q: Anfrage MdA Niklas Schrader und Anne Helm, beide Linke). Freund und Helfer, ja. Freund und Dater, nein. Wäre das auch geklärt.
Am 18. März ist Equal Pay Day. Der Tag, bis zu dem Frau arbeiten muss, um das gleiche Gehalt zu verdienen, wie ein Mann bis zum 31. Dezember des Vorjahres. Um auf den Lohnunterschied aufmerksam zu machen, und weil Arbeitnehmerinnen in der Regel 21 Prozent weniger verdienen, ruft das Bezirksamt Charlottenburg Unternehmen auf, Frauen an diesem Tag einen Rabatt von 21 Prozent einzuräumen. Wer sich beteiligen will: gleichstellungsbeauftragte@charlottenburg-wilmersdorf.de.
Niederlage für das Land Berlin in Sachen Karl-Marx-Allee: Das Landgericht hat die im Dezember 2018 erlassene einstweilige Verfügung gegen den Verkauf von knapp 670 Wohnungen an die Deutsche Wohnen aufgehoben. Jetzt kommt das eigens für diesen Fall entworfene Modell des „gestreckten Erwerbs“ zum Tragen.
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Weiterbildungsmarkt 2019
Vorstellung ausgewählter Weiterbildungsprogramme der Zentralen Einrichtung Weiterbildung
27. Februar 2019,
Fachhochschule Potsdam, Kiepenheuerallee 5, Haus 3
Anmeldung: weiterbildungsmarkt2019@fh-potsdam.de, www.fh-potsdam.de/weiterbilden
Neuer Titel für Berlin: Laut „Mansion Global“, einer digitalen Plattform, die „wohlhabende Immobilienkäufer” mit Prestigeobjekten zusammenbringt, ist Berlin „the capital of cool“.
Neubauwohnungen am Maybachufer jetzt vermietet: 190 Quadratmeter gibt’s für 4.370 Euro. Zur Lage: „Wer es ‚cool‘ wünscht, besucht per Fahrrad das Badeschiff und Freizeitbad an der Spree.“ Sie sehen, „cool“ hat Konjunktur.
Gut und günstiger wird planmäßig das neue Quartier rund um das Haus der Statistik in Mitte. Die DDR-Ruine soll zum blühenden Leben erweckt werden, zu den 46.000 Quadratmetern in den bestehenden Altbauten sollen rund 66.000 Quadratmeter Neubau kommen.
Herzlichen Glückwunsch: Falk Hamann, Laura Rütten, Mario Schulz, Marcus Bläsing, Rieke Davideit und Cord Meyer haben an unserem Checkpoint-Lauftreff teilgenommen und Tickets für den bereits ausverkauften Berliner Halbmarathon gewonnen! Am kommenden Samstag (11 Uhr) werden die letzten Tickets verlost. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Haus der Kulturen der Welt. Gemeinsam geht’s eine Runde durch den Tiergarten.
Herzlichen Glückwunsch: Die Bildungsverwaltung ist im Jahr 2019 angekommen. Seit Donnerstag gibt es frei zugängliches Besucher-WLAN.
Manchmal sind es die kleinen Dinge: Wer den Stromausfall vergangene Woche überstanden hat, kann sich jetzt das passende T-Shirt kaufen: „I survived the Stromausfall in Berlin-Köpenick 2019.“
Berlins Regierender Michael Müller und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) haben sich in einem Schreiben an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (ebenfalls SPD) dafür eingesetzt, dass das in Schönefeld für 70 Millionen Euro eingerichteteInterims-Regierungsterminal dauerhaft genutzt wird – und der Bund auf den Regierungsairport, der für weitere 344 Millionen Euro neben dem alten Schönefelder Terminal errichtet werden soll, verzichtet. Kosten- und Zeitmanagement!
Der BER ist Bachelorarbeitsthema! Dominic Judge, ein 22-jähriger Student aus Irland, will herausfinden, ob das Bauprojekt richtig strukturiert war und wie mit Hinweisen auf Fehler und Missstände umgegangen wurde. Ende April, Anfang Mai ist Abgabe. Je nachdem wie es weitergeht, reichen die Entwicklungen danach ja vielleicht für die Masterarbeit.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Zum Glück kein Latte Macchiato und Avocadobrot, sondern Scheiße am Stiel.“
Kommentar eines Facebook-Nutzers zur Neueröffnung des Zauberkönigs im Schillerkiez
Tweet des Tages
finde ja Orte die in einer Stunde von zuhaus aus erreichbar sind sollten im bvg-Ticket drin sein, Leipzig zb @BVG_Kampagne
Tweet des Tages
Die radikalere Version: Mit dem Ticket nach Leipzig, aber nicht mehr Spandau.
Stadtleben
Essen Bekanntermaßen liegt Kreuzberg Pi mal Daumen zwischen New York im Westen und Tel Aviv im Osten. Naheliegend also, beide kulturellen Einflüsse in einer Art Kreuzberger Melange (Kommt Kreuzberg nicht von „Kreuzen“?) aufgehen zu lassen. Und zwar in einer, die Kritikerin Elisabeth Binder zu Formulierungen verführt wie: „Der raffinierten Komposition aus Buttermilchschaum, Ceviche vom Meeresfisch mit Mandeln und Aprikose, angeschärft mit Curryöl und Habanero-Gewürz, merkt man die Einflüsse aus den großen Küchen der Welt an… Die Sensation besteht darin, in die leichte krosse Kugel zu beißen, ohne dabei die filigrane Julienne-Krone zu verlieren, dann sanft säuerlich zu landen und mit der Habanero-Schärfe die Lebensgeister wach zu halten (13 Euro)“. Hier in aller Ausführlichkeit nachzulesen. Und hier lang zum Menü. Restaurant Layla im Hotel Crowne Plaza, Hallesche Straße 10, S-Bhf Anhalter Bahnhof
Trinken Auch wenn es polnische Besucher in die Irre führen dürfte: Hinter dem Myśliwska verbirgt sich keine Wurst, keine Fleischerei und auch keine Jagdhütte, wie der Name nahelegt, sondern eine urige Bar mit zumeist äußerst entspannter Atmosphäre, herzlichen Barkeepern und guten, günstigen Getränken. Wenn spontane Tanzlaune zu späterer Stunde die Gäste von den Hockern reißt, meint man mitunter, sich in einem Club zu befinden. Seit Eröffnung 1990 haben zahllose Gäste auf der Suche nach dem „echten Berlin“ sichtbare Spuren hinterlassen, die wiederum echtes Berlin ausmachen. Geöffnet ist tgl von 19-2 Uhr in der Schlesischen Straße 35, U-Bhf Schlesisches Tor
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Berlinbesuch Die Begriffe Café, Hotel und Restaurant eröffnen klassischerweise um Genuss und Freizeit kreisende Assoziationsräume, sind zugleich aber auch Orte der Begegnung. An ihnen entstehen Ideen, nehmen Konspiration oder Revolutionen ihren Ausgang. Hotels sind nicht nur Monumente des Tourismus, sondern auch Sicherheitsräume, deren verschlossene Türen Geheimnisse verbergen. Aus den Menüs der Restaurants einer Stadt lässt sich die Beziehung ihrer Bewohner zur Welt hinein- oder herauslesen. Um diese und andere Beziehungen von Cafés, Hotels und Restaurants zur Metropole der Moderne geht es im Literaturhaus, Fasanenstraße 23, ab 18 Uhr, wo Franziska Bollerey ihr Buch „Trendsetter der Moderne“ vorstellt – und das multimedial und mit Wein im Anschluss.
Last-Minute-Tickets Wenn Popsternchen ins Studio oder auf Tour gehen, stellen sie in der Regel temporäre Bands aus professionellen Musikern zusammen, die niemand außerhalb der Branche kennt. Die Fusion-, Funk-, Jazz-und-mehr-Band, oder vielmehr das Musikerkollektiv Snarky Puppy besteht großteils aus solchen Musikern. Auf schillernde Frontfiguren können die Virtuosen getrost verzichten. Einige der Mitglieder gehen aber auch solistischen Ambitionen nach, und das zum Glück, denn Snarky Puppy kommen erst am 29. Oktober wieder nach Berlin. Heute Abend spielt Keyboarder und Gründungsmitglied Bill Laurence schon mal solo im Quasimodo. Hört man sein neues Album, hört man eine ganze Menge Snarky Puppy. Oder hört man eine ganze Menge Laurence, wenn man Snarky Puppy hört? Darüber nachdenken kann man ab 22.30 Uhr in der Kantstraße 12a, Tickets an der Abendkasse kosten um 35 Euro. U-Bhf Zoologischer Garten
Last-Minute-Verlosung Der Fußballsalon des Deutschen Theaters ist mittlerweile vielleicht die wichtigste Institution für manche Fans, mit deren Hilfe die Zeit zwischen den Spielen qua Diskurs überbrückt wird. Zu Gast ab 21 Uhr ist heute Jörg Schmadtke, Sportdirektor des VfL Wolfsburg. Wer auf die Gästeliste will, schreibe bis 12 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de und drücke die Daumen: wir verlosen nämlich zwei Plätze. Bar des DT, Schumannstraße 13A, U-Bhf Oranienburger Tor
Noch hingehen Die Linzer Ars Electronica gilt als eine der wichtigsten Plattformen für elektronische und digitale Kunst weltweit – und für eine solche ziemt es sich natürlich, auch in Berlin eine Präsenz zu unterhalten. Die Berliner Ablegerausstellung läuft bereits in der Verlängerung und noch bis 3. März tgl von 10-20 Uhr. Zahlreiche Exponate, die auf digitalen Fehlkalkulationen basieren, stochastische und Zufallskunst, Fehler, die zu Erfindungen führen und Abweichungen von der Norm sind bei „Error – The Art of Imperfection“ im Drive, Volkswagen Group Forum zu sehen. Friedrichstraße 84, U-Bhf Französische Straße
Korrektur Matthias Koeppels „Starckdeutsch“-Lesung am vergangenen Donnerstag fand im Zimt & Zucker in der Potsdamer Straße 103 (U-Bhf Kurfürstenstraße) statt – nicht im Namensvetter am Schiffbauerdamm 12.
Das Stadtleben heute von: Thomas Wochnik
Prominent verraten
Dieser Schnappschuss aus dem Bikini Berlin zeigt einen Stand für fair produzierte Taschen, aufgenommen von unserem gesuchten Berliner: „Wo Arbeitsplätze in armen Ländern geschaffen werden“, wie er sagt. 2016 erhielt der er von Michael Müller das Bundesverdienstkreuz zu „Verdiensten um das Gemeinwohl“.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr Wegen Wartungsarbeiten ist der Tunnel Ortsteil Britz (A 100 Stadtring) in Richtung Schönefeld zwischen 21 und 5 Uhr gesperrt. Auf der Straße Alt-Mahlsdorf (B1/B5) gibt's stadteinwärts bis Freitagnachmittag nur einen Fahrstreifen. Auch verengt auf einen Fahrstreifen ist ab 7 Uhr die Seestraße (Moabit) in Richtung A 100 bis vsl. Donnerstag. Wegen Gleisbauarbeiten auf der Konrad-Wolf-Straße (Alt-Hohenschönhausen) bleibt die Straße ab 9 Uhr in Richtung Hauptstraße bis Ende März gesperrt. Der Radverkehr ist nicht betroffen. Zwei Protestmärsche in Mitte sorgen ab ca. 7.30 Uhr für Staus rund um den Molkenmarkt und ab ca. 10 Uhr rund um den Nordbahnhof (siehe Demo). Aufgrund von Montagearbeiten auf der Alexanderstraße (Mitte) in Richtung Holzmarktstraße stehen ab 15 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr nur ein Fahrstreifen, sowie in Richtung Alexanderplatz nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Mehr Infos finden Sie wie immer auf der Seite der VIZ.
Demonstration Einen Aufzug zur „Tarifrunde der Länder“ hat Verdi mit ca. 1500 Menschen angemeldet, die zwischen 7.30 und 11 Uhr von dem Parkplatz vor dem Alten Stadthaus (Klosterstraße 47), über den Molkenmarkt bis zum Bebelplatz laufen wollen. Mit knapp 12.000 angemeldeten Teilnehmern ruft die GEW zwischen 10 und 12.30 Uhr zur „Tarifrunde TV-L 2019“ auf. Der Aufzug startet am Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz und geht Invalidenstraße, Oranienburger Tor, Friedrichstraße und Unter den Linden bis zum Bebelplatz.
Gericht Fortsetzung im Prozess um den tödlichen Raser-Unfall bei einem illegalen Autorennen am Ku’damm. Der Bundesgerichtshof hatte die Verurteilung der beiden Angeklagten zu lebenslanger Haft wegen Mordes aufgehoben. In der Neuauflage des Prozesses wird seit rund drei Monaten verhandelt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91. Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Gestorben - Wieland Pleuger, * 1940 / Kurt H. Stirm, * 22. Juli 1927 / Günther Bender, * 26. Februar 1950 / Wilhelm-Dietrich von Thadden, * 23. April 1933
Stolperstein - Günter Bannat (Jhg. 1920) wurde wegen Widerstands gegen das Naziregime als „Vorbeugehäftling“ verhaftet und in das „Arbeitserziehungslager“ Großbeeren bei Teltow eingewiesen. Dort wurde er heute vor 76 Jahren ermordet. Er lebte am Einsteinufer 11 in Charlottenburg.
Im Tagesspiegel
Fakten verneinen, Zweifel säen: Warum Rechtspopulisten den Einfluss des Menschen auf die Erderwärmung bestreiten. Lesen Sie die Analyse von Maria Fiedler heute auf Seite 7 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Es gibt da diese Karte, auf der steht, „was Berliner nicht sagen“. Und zwar folgendes: „Kann ich so rausgehen?“ „Es ist viertel vor acht.“ „Deine Schuhe sind dreckig.“ „Ach, wie nett ein U-Bahn Musikant.“ „Lass uns doch in der Innenstadt treffen.“ „Bitte, nach Ihnen.“ „Hamburg ist aber auch ne tolle Großstadt.“ „Die S-Bahn kommt.“ „Ist es abends eigentlich gefährlich in Neukölln?“ „Ein Jobangebot unter 55.000 Euro im Jahr nehme ich gar nicht erst an. Ich habe schließlich studiert.“ „Guck mal, da kifft einer.“ „Es ist noch rot.“ „In dem Café passen die Möbel ja gar nicht zusammen.“ „Fußgängerzone.“ „Frühstück gibt’s nur bis 10.“ „Ich habe die Wohnung in Kreuzberg bekommen.“ „Was hier im Kiez noch fehlt ist ein Bioladen.“
Jetzt sind Sie dran: Wir freuen uns über Ergänzungen an checkpoint@tagesspiegel.de.
Morgen übernimmt hier Stefan Jacobs und schreibt, was es in Berlin zu sagen gibt. Bis bald!