Museen wieder offen, Clubs und Toiletten als Teststationen
Und damit zum Berliner Pandemie-Update:
+ Museen und Gedenkstätten sind tagsüber wieder offen, zum Beispiel die tolle Kusama-Schau im Gropius-Bau (Inspiration hier). Und nachts gibt es keine Ausgangssperre mehr (alle Regeln hier). Zeit für ein erstes Weg-Bier ohne Weg.
+ Berlins Schulen kehren erst in den Sommerferien zum Regelbetrieb zurück. Dann sind sie ganz leer.
+ Auch im Homeoffice stresst sich Deutschland im Job. Im vergangenen Jahr wurden von Angestellten fast 1,7 Milliarden Überstunden abgeleistet; im Schnitt bleibt mehr als die Hälfte davon unbezahlt (Report hier). „Es kann nicht sein, dass die einen bis zum Umfallen schuften, während andere in unfreiwilliger Teilzeit feststecken oder keine Arbeit finden“, sagt die Linken-Abgeordnete Jessica Tatti. Zumindest nach der Pandemie sollte es möglichst anders sein.
+ Im sexpositiven „KitKatClub“ in Mitte werden jetzt negative Corona-Tests gesammelt. „Eine Sache ist gleich geblieben: Bevor ich mit der Arbeit beginne, kostümiere ich mich“, erzählt Chantal Reinhard (Protokoll hier). Die 24-Jährige begrüßt sonst bei Fetischpartys bunt geschmückt am Empfang, nun trägt sie beim täglichen Testen Schutzanzug, Gesichtsvisier und Handschuhe. „Die muss ich nach sechs Abstrichen wechseln, das verlangt das Hygieneprotokoll.“ Safer geht auch ohne sex.
+ Corona lässt sich in allen Varianten im Berliner Grundwasser nachweisen. „Die Daten können einige Tage im Voraus zeigen, ob die Inzidenz zu- oder abnehmen wird“, berichtet Molekularbiologe Emanuel Wyler vom Max-Delbrück-Centrum. Regelmäßige Abwasserproben sollen als Schnelltest für die ganze Stadt dienen. Eines ist schon jetzt klar wie Abwasserbrühe: Corona ist kacke.