Wegen Sexismus gekündigt

Frauen sollen sich bekanntlich auch nicht so ganz wohlgefühlt haben in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, von „strukturellem Sexismus“, „Regelhaftigkeit übergriffiger Verhaltensmuster“ und einem Frauenbild der 50er Jahre ist die Rede. „Der Stiftungsrat hat kein Vertrauen, dass Herr Dr. Knabe den dringend notwendigen Kulturwandel in der Stiftung einleiten wird, geschweige denn einen solchen glaubhaft vertreten kann“, hieß es gestern. Nicht nur der bereits freigestellte Vize Helmuth Frauendorfer, der über Jahre Mitarbeiterinnen sexuell missbraucht haben soll, muss gehen, auch dem Chef Hubertus Knabe wird in einem internen Gutachten eklatantes Führungsversagen attestiert. Beide werden ordentlich gekündigt, Kultursenator Lederer will heute eine Übergangslösung für die nächsten sechs Monate präsentieren und die Ausschreibung zügig in die Wege leiten. Aktives Wegschauen wird in #metoo-bewegten Zeiten eben auch nicht mehr toleriert. Und das ist auch gut so.