45 Euro pro Quadratmeter im Container
Teures Heim: Ein junger Syrer, IT-Techniker, seit drei Jahren in Deutschland, lebt in Köpenick in einer Flüchtlingsunterkunft auf 7,5 Quadratmetern. Container, zwei Personen, Toilette draußen, Küche geteilt – dafür zahlt er monatlich 344 Euro. Der Höchstsatz von 45 Euro pro Quadratmeter fällt an, weil er 1200 Euro netto verdient (Q: MDR). Viel Geld für wenig Comfort. Nachgefragt bei Peter Hermanns, Leiter der Unterkunft (Kollege Thomas Loy war bereits im Dezember vor Ort: Text hier): Von rund 330 Bewohnern sind zehn bis zwölf vom Höchstsatz betroffen. Die „Gebühr“ sei eine Mischkalkulation aus den Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) aller Berliner Flüchtlingsheime, unabhängig von der Größe und Ausstattung der Zimmer. Hermanns findet das „schon auch absurd“. Einziger Trost: Im letzten Jahr war’s noch schlimmer. Da lag der Höchstsatz bei 500 Euro.