Verrohungen beschäftigen viele Berliner
Angst vor der Angst sollte man nicht haben. Aber Angst machen vielen Berlinerinnen und Berlinern doch Einzelfälle von Beschimpfungen, Belästigungen und Verrohungen auf offener Straße oder in öffentlichen Einrichtungen; auch durch arabischstämmige Flüchtlinge, die selbst wenig Perspektiven haben. Nachdem mein Kollege Frank Bachner diese Gefühlslage differenziert beschrieben hat (den Artikel zum Nachlesen gibt‘s hier, unseren Podcast dazu hier), meldet sich nun Innensenator Andreas Geisel zu Wort. „Es gibt tatsächlich das Problem der Verwahrlosung des öffentlichen Raumes in bestimmten Kiezen“, sagt der SPD-Politiker im Interview. Und: „Wir dürfen keine Verfestigung sozialer Milieus zulassen, in denen Frauen ganz selbstverständlich weniger Rechte haben, in denen Gewalt legitimes Mittel ist und in denen völlig andere Regeln des Zusammenlebens gelten.“ Gerade weil sich viele Flüchtlinge integrieren wollen und nicht für Einzelne in Mithaftung genommen werden sollten, braucht es wohl diese klaren Worte. Und nun Taten.