Neonazis spionieren Hunderte Berlinerinnen und Berliner aus
Rechtsextreme in Neukölln haben in den letzten fünf Jahren im großen Stil Daten von politischen Gegnern gesammelt. Diese sollen aus öffentlichen Quellen stammen. Von Robert Ide
Neukölln ist nicht überall, zumindest hoffentlich nicht in diesem Fall: In den vergangenen fünf Jahren hat Berlins Polizei insgesamt vier Listen entdeckt, auf denen Rechtsextreme Daten von selbsterklärten politischen Gegnern gesammelt haben. Darunter ist eine Karte mit Asylunterkünften, die von Mitgliedern der NPD angelegt worden sein soll. Die drei anderen Listen betreffen die rechtsextreme Anschlagsserie in Neukölln: Bei mehreren Wohnungsdurchsuchungen etwa bei dem vorbestraften Neonazi Sebastian T.