Raub und schwere Körperverletzung: Jugendgewalt im einstigen Berliner Kinderkiez Prenzlauer Berg

In einem der attraktivsten Bezirke Berlins hat sich die Zahl der Fälle von Jugendgruppengewalt seit 2020 verdoppelt. Besonders häufig werden Raub und Körperverletzung gemeldet. Von Robert Ide

Raub und schwere Körperverletzung: Jugendgewalt im einstigen Berliner Kinderkiez Prenzlauer Berg
Foto: Imago/Photothek/Xu Grabowsky

Was ist eigentlich so toll an Prenzlauer Berg? Die Polizei weiß es und berichtet, „dass der Ortsteil aufgrund seiner städtebaulichen Struktur mit unzähligen Lokalitäten, attraktiven Parkanlagen und weiteren Kulturstätten für Jugendliche und Heranwachsende äußerst attraktiv ist. Dies gilt sowohl für Ansässige aus Berlin, aus dem Berliner Umland sowie für Touristinnen und Touristen.” Dummerweise steigt mit vielen Jugendlichen im einstigen Kinderkiez auch die Jugendgruppengewalt, wie die Innenverwaltung auf SPD-Anfrage berichtet. Demnach dominieren vor allem die Delikte Raub (95 Anzeigen im vergangenen Jahr), schwere Körperverletzung (33) und Körperverletzung (20).

Die Vorfallzahlen haben sich seit 2020 verdoppelt. Schwerpunkte sind der Mauerpark (71 Delikte seit 2020), das Neubaugebiet „Mühlenkiez“ an der Hanns-Eisler-Straße (17 Delikte) und der Helmholtzplatz (16 Delikte). Es kommentiert OL, stadtbekannter Comiczeichner aus Kiezhausen: „In den Prenzlauer Berg zu ziehen, war eine reine Bauchentscheidung.“