Impfstoff für Berlin in der 53. Kalenderwoche geplant
Warten auf den Pieks: Während der Impfstoff von Biontech/Pfizer „in Kürze“ auch in den USA zugelassen wird, geht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) davon aus, dass die ersten Berlin-Lieferungen in der letzten 2020-Woche ankommen. Um „unmittelbar bei Vorliegen des Impfstoffes bereits Pflegeheimbewohner impfen zu können“, sollen mobile Teams bereits ab dem 28.12.2020 eingesetzt werden. Der Start der Impfzentren sei aufgrund der „Ungewissheit der Impfstofflieferung“ auf den 04.01.2021 verlegt worden, heißt es in einem Schreiben an die KV-Mitglieder, das dem Checkpoint vorliegt. Die gute Nachricht: Da sich ÄrztInnen „aktiv ihrer Verantwortung stellen, die Bevölkerung vor einer epidemiologischen Bedrohung zu schützen“, hat sich die KV in Verhandlungen mit der Senatsverwaltung für eine Haftungsbegrenzung (für das Impfen außerhalb der eigenen Praxis) eingesetzt. Die Vereinbarung sehe eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz vor. Decke die Haftpflicht einen möglicherweise entstandenen Schaden nicht ab, stelle das Land ÄrtztInnen „von zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen durch Dritte frei“.
Was die Kassenärztliche Vereinigung ihren Mitgliedern außerdem schreibt: „Aufgrund der Kontakt- und Reisebeschränkungen ist wahrscheinlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Feiertage dieses Jahr in Berlin verbringen werden. Dies lässt ein höheres Patientenaufkommen erwarten. Bitte seien Sie für Ihre Patientinnen und Patienten in dieser Situation da.“ Die Personalsituation insbesondere in Arztpraxen und Krankenhäusern sei „besonders angespannt“. Die Auswirkungen dieser personellen Engpässe könnten sich zwischen den Jahren noch verstärken, wenn in diesem Zeitraum zu wenige Praxen, insbesondere für die ambulante ärztliche Grundversorgung, geöffnet sind bzw. für Pflegeheime nicht ausreichend zur Verfügung stehen. „Wir bitten daher alle KV-Mitglieder, diese Umstände bei der Planung der Praxisschließzeiten zu berücksichtigen.“