Nachhilfe aus London für die BVG

Die fehlenden Klimaanlagen in den U-Bahnen erhitzen auch im Spätsommer die Gemüter. Die BVG beantwortet diese Frage seit Jahren sinngemäß mit: Die Fahrgäste sind schuld (weil sie schwitzen). Aber warum gelingt es dann in London, die Bahnen zu kühlen? Die BVG zuckt auf Nachfrage von Linda Vierecke (SPD) nur virtuell mit den Schultern: Die Londoner Fahrzeuge hätten zwar „die gleichen Ausmaße der Berliner Großprofil-U-Bahn“, der Einbauort der Klimaanlage sei jedoch „nicht bekannt“. Der Senat will das so kühl nicht stehen lassen. „Auch wenn aufgrund der Kürze der Bearbeitungszeit dazu keine Information eingeholt werden konnte, wird der Senat die BVG bitten, sich die Lösung der Londoner U-Bahn erläutern zu lassen.“ In der Zwischenzeit verschwindet das Thema wie jedes Jahr unter Laubhaufen. (Quelle: DS 19 / 23 494).