von der Isle of Skye im Norden Schottlands grüßt Checkpoint-Leserin Astrid Kleinau-Kleffe: „Uns wurde ein super Sommertag beschert, wo sonst oft Regen oder Nebel vorherrschen.“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Während München schon abstimmt (26. Oktober), wird in Berlin noch fleißig an der Olympiabewerbung gearbeitet: Die Stadt sei noch nicht so weit, wie sie sein könnte, sagt Kaweh Niroomand, der erst vor zwei Monaten vom Senat mit der Aufgabe betraut wurde, die Spiele in die Stadt zu holen. Dass der DOSB nun doch erst im nächsten September entscheiden will, mit welcher Stadt oder Region er ins internationale Finale einzieht (neben Berlin bewerben sich München, Hamburg und Rhein-Ruhr), ist für Berlin Vor- und Nachteil zugleich.
Einerseits bleibt so etwas Zeit, die Bewerbung überzeugend zu gestalten und vor allem: die Berliner zu überzeugen. Andererseits hat Berlin im Herbst 2026 noch ein anderes Großereignis zu stemmen (und damit ist nicht der Marathon gemeint). Ob man mit Olympia Wahlen gewinnt, da sind viele Beteiligte eher skeptisch – auch wenn die Befürworter in den letzten Umfragen eher in der Mehrheit waren.
Dass Berlin Sportstadt bleibt, ist allerdings eher wahrscheinlich. Der Tennisspieler Kai Wegner (CDU) ist bekanntlich Olympia-Fan und will die Spiele unbedingt nach Berlin holen. Und der SPD-Kandidat? „Er ist glühender Fan von Hannover 96“, sagt Niroomand. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er gegen Olympia ist.“ Fragen wir doch gleich mal nach. Na bitte:
„Ich kann mir in Deutschland keinen besseren Ort für Olympische Spiele als Berlin vorstellen“, sagte Steffen Krach, der sich selbst als „absoluter Sportfan“ bezeichnet. Er sei begeistert von der Idee, „die ganze Sportwelt in unsere Stadt zu holen“, sagte Krach dem Checkpoint. „Ich bin mir sicher, Berlin kann Olympia. Und zwar so, dass es für die Entwicklung der Stadt ein Gewinn ist.“ Dafür brauche es allerdings noch etwas anderes: Krach erwartet „ein klares Bekenntnis der Bundesregierung, dass sie Olympische Spiele in der Hauptstadt und mit ihren vier Partnerländern unterstützt“. Dass der bayerische Part am Kabinettstisch da mitgeht, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Ganz sportlich tragen wir dazu in unsere Checkpoint-Sommer-Playlist den ABBA-Klassiker: „The Winner Takes It All“ ein.
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Nach den Angriffen des SPD-Kandidaten auf die Führung des Roten Rathauses, wird nun zurückgeschossen – und zwar aus Marzahn-Hellersdorf. Im Newsletter, den Mario Czaja (CDU) gemeinsam mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch herausgibt, schreibt Czaja unter der Überschrift „SPD auf Enteignungs-Abwegen“: „Was in ihrem aktuellen Gesetzentwurf zur Vergesellschaftung steht, ist ein gefährlicher Angriff auf die wirtschaftliche und soziale Mitte dieser Stadt. […] Damit steht die SPD nicht mehr auf dem Boden sozialdemokratischer Verantwortung. Sie rückt mit ihrer Enteignungsagenda gefährlich nah an den Rand unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wenn eine demokratische Partei Eigentumsrechte planmäßig aushebeln will und dabei bewusst auch vertrauenswürdige, sozial engagierte Akteure wie Genossenschaften in Mithaftung nimmt, dann stellt sich die Frage, wie lange das noch mit unserer sozialen Marktwirtschaft und dem Schutz von Kleineigentum vereinbar ist.“ Der Wahlkampf hat begonnen.
Apropos Günther-Wünsch: Der ist etwas geradezu Revolutionäres gelungen. Über die Finanzierung Freier Schulen (Privatschulen) wurde jahrzehntelang gestritten. Für die einen notwendige Alternative zum maroden staatlichen Schulsystem, für die anderen der Albtraum der sozialen Entmischung. Nun hat die Bildungssenatorin mit Hilfe der SPD-Schulexpertin Maja Lasić den Knoten gelöst: Die Freien Schulen bekommen künftig Geld dafür, dass sie Kinder aus sozial schwachen Familien aufnehmen. Das könnte die Durchmischung fördern und die staatlichen Schulen entlasten. Von links wird es sicher dennoch Kritik geben, dass weiterhin nicht alle gleichbehandelt werden, aber: für zehn Euro an die Privatschule – dafür gibt’s ‘ne Eins.
Ihrem Lebenspartner Kai Wegner (im Nebenjob Regierender Bürgermeister) hat die Schulsenatorin zum Interview am Wochenende allerdings nicht die richtigen Zahlen mitgegeben. „In der Bildung ist Berlin im Länderranking deutlich nach oben gestiegen“, sagte Wegner der Morgenpost. Vor allem Betroffene des Bildungssystems horchen da sofort auf und fragen wissbegierig: Auf welche Statistik bezieht sich der Regierende? Zuletzt erschienen war der INSM-Bildungsmonitor, dessen Daten allerdings größtenteils in der Zeit vorm Amtsantritt der Familie Wegner-Günther-Wünsch (27. April 2023) erhoben wurden. Antwort der Senatssprecherin: „Der Regierende Bürgermeister von Berlin bezog sich auf den INSM Bildungsmonitor 2024.“ Der INSM schreibe auf ihrer Website: „Die Daten stammen zumeist aus dem Jahr 2022 und 2023.“
Tja, da hätte vielleicht jemand etwas genauer hinsehen sollen. Es stimmt zwar, dass einige INSM-Daten 2023 erhoben wurden, für Berlins etwas bessere Tabellenposition (von 15 auf 12) spielt das allerdings keine Rolle: Die Daten aller drei Schulbereiche, die für Berlins Aufrücken maßgeblich verantwortlich sind (Betreuungsquote, Inputeffizienz sowie Förderinfrastruktur) stammen aus dem Jahr 2022. Zu den wenigen Bereichen, deren Zahlen in 2023 erhoben wurden gehört die berufliche Bildung – und dort ist Berlin auf dem letzten Platz. Die restlichen Erfolge (wenn man sie denn so nennen möchte) stammen aus 25 Jahren SPD-Bildungssenatoren, 2022 war das die Grundschulleiterin Astrid-Sabine Busse.
Die fehlenden Klimaanlagen in den U-Bahnen erhitzen auch im Spätsommer die Gemüter. Die BVG beantwortet diese Frage seit Jahren sinngemäß mit: Die Fahrgäste sind schuld (weil sie schwitzen). Aber warum gelingt es dann in London, die Bahnen zu kühlen? Die BVG zuckt auf Nachfrage von Linda Vierecke (SPD) nur virtuell mit den Schultern: Die Londoner Fahrzeuge hätten zwar „die gleichen Ausmaße der Berliner Großprofil-U-Bahn“, der Einbauort der Klimaanlage sei jedoch „nicht bekannt“. Der Senat will das so kühl nicht stehen lassen. „Auch wenn aufgrund der Kürze der Bearbeitungszeit dazu keine Information eingeholt werden konnte, wird der Senat die BVG bitten, sich die Lösung der Londoner U-Bahn erläutern zu lassen.“ In der Zwischenzeit verschwindet das Thema wie jedes Jahr unter Laubhaufen. (Quelle: DS 19 / 23 494).
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Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute eine Leseempfehlung von der Buchhandlung „Anakoluth“ aus Prenzlauer Berg. Laut Checkpoint-Leser Philip Bohle „kommt man immer mit mehr Büchern raus als man wollte – und ich hab’s noch nie bereut!“
Inhaber Christiane Hahn empfiehlt „Unentdeckt“ von Gabriele Wiener: „Welch funkelnde literarische Reise in die dunklen Räume südamerikanischer und europäischer Kolonialgeschichte! In einer kraftvoll-mutigen und poetischen Sprache nimmt uns Gabriele Wiener mit auf ihre schmerzvolle Identitätssuche. In diesem Hybrid aus Ahnenforschung und Familienchronik, Fiktion und Essay verknüpft die peruanische Autorin Diskurse über Rassismus, Postkolonialismus, Sexualität, mit ihrer eigenen Zerrissenheit, ihren Selbstzweifeln, ihrer Sehnsucht nach Selbstvergewisserung.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
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Und noch ein paar Leseempfehlungen:
Folgen aus dem Fall Gelbhaar: Grüne legen Ombudsstelle neu an. Die Arbeit an neuen Strukturen lässt sich die Partei einiges kosten.
„Ich verurteilte diese Straftat aufs Schärfste“: Unbekannte dringen ins Rathaus Spandau ein und hissen Palästinenser-Flagge auf dem 80 Meter hohen Turm.
Dürfen die das eigentlich? Kreuzberger Restaurant stellt Tische an Fahrradbügel.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Nach einem verregneten Sommer hatten die Bäderbetriebe in der vergangenen Woche mitgeteilt, einige Bäder noch ein bis zwei Wochen über die Sommerferien öffnen zu wollen – allerdings wetterabhängig. An einem verregneten Dienstag haben wir vorsichtig noch mal nachgefragt. Antwort: „Bis einschließlich 7. September haben die Sommerbäder regulär geöffnet. Über die Verlängerung werden wir kurzfristig entscheiden.“
Und bald ist schon wieder…
Alle Jahre wieder ist die Weihnachtsbeleuchtung in der City West gefährdet, alle Jahre wieder leuchtet es am Ende helle: Die Beleuchtung ist gesichert. Diesmal sogar schon im September (Quelle: Morgenpost). Und die ersten Lebkuchen wurden bereits am vergangenen Wochenende (August!) in den Supermärkten gesehen.
Stop! Haltet die Jahreszeiten auf! Bevor der erste Schnee fällt, geht es am Samstag noch einmal zum Sonnenuntergang aufs Tempelhofer Feld. Nachdem die Kollegen von Radioeins das Konzert der Checkpoint-Band gestern früh fulminant angekündigt haben (vielen Dank dafür Kathrin Wosch und Tom Böttcher!), gibt es nur noch wenige Restkarten. Tickets hier.
Passend dazu kommt diese Meldung reingeflogen: Rund 3,2 Millionen Euro wurden seit dem Start eines Förderprogramms in Schallschutzmaßnahmen für Clubs und Konzertlocations gesteckt. (Quelle: Kulturverwaltung, Anfrage Schwarze/Wesener, Grüne). Profitiert haben davon unter anderem SO36, Revier Südost, Zenner und Klunkerkranich.
Apropos Kultur: Joe Chialo ist immer noch Senator – zumindest auf LinkedIn. Dort tritt er noch als „Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt“ auf. Klar: bei so einem schönen Amt fällt die Trennung nicht ganz leicht.
Alter Witz: Berlin ist nicht gut zu Vögeln. Stimmt aber: Fast die Hälfte der Brutvogelarten steht inzwischen auf der Roten Liste, meldet der NABU. Dazu zählen etwa Wintergoldhähnchen, Zwergschnäpper und Feldsperling. Rotmilan, Schleiereule und Rohrdommel gelten in der Hauptstadt bereits als ausgestorben, verdrängt durch den Bau von Straßen und Häusern. Es kommentiert Checkpoint-Gastautorin Marie Antoinette: Sollen sie doch aufs Land ziehen!
Denn hier kommt eh niemand mehr durch:
Ein LKW steckt seit Montagabend im Tiergartentunnel fest. Der Fahrer hat die Auffahrt zur Heidestraße mit der Auffahrt zum Parkhaus unterm Hauptbahnhof verwechselt – was vermutlich an den 2,4 Promille Alkohol in seinem Blut lag. Der Tiergartentunnel Richtung Moabit ist komplett gesperrt, wie lange, weiß niemand.
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Kein Witz: Wegen der hohen Verkehrsbelastung durch den neuen Autobahnabschnitt der A100, stellt die BVG mehrere Buslinien am Treptower Park ein. Das muss diese Verkehrswende sein.
Meinen Kommentar auf Radioeins zum Chaos rund um die A100 können Sie hier nachhören.
Die Luft ist besser als vor acht Jahren, folglich kann sie jetzt wieder mit Vollgas verpestet werden: Wo nun wieder Tempo 50 gilt, können Sie hier Straße für Straße nachschauen.
Also fahren Sie lieber Fahrrad (falls es noch da ist): Vergangene Woche wurden in Berlin 171 Fahrräder im Wert von 226.871 Euro als gestohlen gemeldet. Das sind weniger als in der Woche davor (221). Die meisten Diebstähle gab es in Friedrichshain-Kreuzberg: Andreasviertel, Weberwiese und Chamissokiez. Höchster Diebstahlwert: 9820 Euro. Auf unserer Fahrraddiebstahl-Karte sehen Sie, wie die Lage in Ihrem Kiez ist.
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Seien Sie dabei und freuen Sie sich auf spannende Expertenbeiträge, u.a. von:
Mareike Wulf MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Dr. Tanja Machalet MdB, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, SPD
Prof. Jan-Steffen Krüssel, Leiter des Universitären Kinderwunschzentrums Düsseldorf.
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„Reicht Ihnen der Platz in Ihrem Zuhause?“, hatten wir hier gestern gefragt. Knapp 2000 Menschen haben draufgeklickt, überraschende 82 Prozent sagen: „Ja, passt für mich.“
Raum für einen Plot Twist liefert mal wieder die Westernstadt in Spandau. Am Wochenende soll es nun doch weitergehen, warum hat mein Kollege André Görke natürlich als erstes erfahren.
Zitat
„Hier sehen Sie den Mist und dort drüben gehen sie in das Luxuskaufhaus.“
Immer wieder fotografieren Touristen ein verfallenes Haus in der Ansbacher Straße, direkt am KaDeWe. Dort wohnt Marit Gergs bereits ihr halbes Leben lang, fast alle anderen sind weg. Warum sie trotzdem bleibt, hat sie meinem Kollege Sönke Matschurek erzählt.
Stadtleben
Verlosung – Frei nach der Ballettkomödie „Le Bourgeois Gentilhomme“ von Molière, zu Deutsch „Der Bürger als Edelmann“, inszenierte Regisseur Darijan Mihajlović für das Monbijou-Theater den „Bürger Edelmann“. Der höfische Glamour lässt es so richtig krachen; mittendrin Monsieur Jourdain, dessen Bildungshunger gerade für ein Toastbrot reicht. Sein Motto: Adel oder nichts! Im Hause Jourdain wird gelehrt, gelogen, geliebt! Zwischen Pomp und Prunk faucht eine bissige Satire, die Standesdünkel und Titelsucht wie Konfetti zerfetzt. Für die Aufführung am 12. September um 20.30 Uhr verlosen wir 2x2 Karten. Monbijoustraße 3b, S-Bhf. Hackescher Markt
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Schon vor 200 Jahren schaute man vom „Eierhäuschen“ beim Bier hinaus aufs Wasser. Im bis 2024 restaurierten Gebäude im Landhausstil mit schmucken Fachwerkelementen serviert das Restaurant Ei-12437-B regionale Produktküche mit Anspruch. An der Selbstbedienungs-Bude des Biergartens gleich nebenan gibt’s eine Art abgespeckte Version: Havelländer Bratwurst im Brötchen, Kartoffelsalat (ohne Mayo) mit eingelegten Radieschen und Schnittlauch, Fischbrötchen mit sauer eingelegtem Brathering, Zwiebeln und Sauce Remoulade oder geräucherte Forelle mit Meerrettich, eingelegtem Gemüse und Brötchen. Mo bis So 12-18 Uhr, Kiehnwerderallee 2, Bushaltestelle: Eichbuschallee
Für umme – Noch bis zum 7. September läuft das „radioeins-Parkfest“ im Park am Gleisdreieck. Geboten wird hier Kultur in der Natur, mit Livesendungen, Konzerten, Comedy und Lesungen. Das gesamte Programm finden Sie hier. Am Mittwochabend gibt zum Beispiel Pop-Star Alli Neumann ein kostenloses Konzert. Der Liveauftritt findet zwischen 19 und 21 Uhr im Rahmen einer Sendung statt. Park am Gleisdreieck (Ostpark), Eingang über die Hornstraße, U-Bhf. Möckernbrücke
Mit Anhang – Im Naturschutzzentrum Schleipfuhl können Sechs- bis Zwölfjährige am Mittwoch zwischen 13 und 15 Uhr mit Becherlupen und Mikroskopen auf Spurensuche nach Fröschen, Molchen, Libellenlarven und Rückenschwimmern gehen. Die kleinen Nachwuchsforscher lernen hier spielerisch, wie vielfältig und spannend das Leben unter Wasser ist. Die Veranstaltung kostet 1 Euro pro Kind. Um Anmeldung via Mail wird gebeten. Hermsdorfer Straße 11A, Bushaltestelle: Lange Enden
Sommerhappen – Auf das Wetter kann man sich Anfang September ja nicht mehr verlassen. Deswegen gibt es heute eine Tomatensuppe, die man sowohl kalt als auch warm genießen kann. Wichtig ist, dass die Tomaten einen starken Eigengeschmack haben. Alles Weitere bleibt Improvisation. Etwas Basilikum, Olivenöl und Knoblauch reicht jedenfalls, für die Erinnerung an den letzten Italienurlaub. Alles auf ein Backblech drapieren und bei 180 Grad für etwa 20-30 Minuten backen, danach pürieren, fertig!
Kiekste
Diesen magisch schwebenden Mülleimer aus Charlottenburg verdanken wir Leser Ralf Müller. Weitere Berlin-Phänomene gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A9/A10 Dreieck Potsdam: An der A 10 im Dreieck Potsdam, wird die Rampe von A9 aus Richtung Leipzig kommend, in Richtung A 10, Dreieck Werder ab 8 Uhr bis Freitag, 5.9.2025, 14 Uhr voll gesperrt
A100 (Stadtring): Die Autobahn ist von 21 bis 5 Uhr, in Richtung Treptow (Süd) zwischen AS Oberlandstraße und AS Buschkrugallee gesperrt.
Tiergartentunnel (Tiergarten): In Richtung Moabit ist der Tunnel bis vsl. zum Wochenende gesperrt.
Demonstration – Für heute sind elf Demos angemeldet (Stand 2.9., 13 Uhr), u.a. „Palantir“: 20 Protestierende, „Campact e.V.“, Willy-Brandt-Straße 1 (9-10.30 Uhr)
„Borkum schützen - Katherina Reiches Gasexpansion stoppen“: Fünf Demonstrierende, „Fridays for Future“, Invalidenstraße 49 (9.30-11 Uhr)
„Mahnwache Tiertransporte in Drittländer beenden“: 15 Demonstrierende, „Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln“, Wilhelmstraße 54 (12-13.30 Uhr)
„Respect Cyclists - Die Fahrraddemo für sichere Radwege“: 100 Menschen, „Respect Cyclists“, ab Am Falkplatz durch große Teile des Stadtgebiets bis Kleiner Tiergarten (17.30-21 Uhr)
„Solidarität mit Palästina Stoppt den Gaza-Genozid. Keine Waffenlieferungen an Israel“: 150 Personen, Rathausstraße 15 (18-20 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen einen Palliativarzt wegen Mordes in 15 Fällen geht weiter. Der 40-Jährige soll zwischen September 2021 und Juli 2024 zwölf Frauen und drei Männern bei Hausbesuchen jeweils einen tödlichen Medikamentenmix verabreicht haben. Der Mediziner schweigt bislang zu den Vorwürfen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A700).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Daniel Call (59), Dramatiger und Regisseur / „Liebe Beate - plötzlich 80!, wir wünschen Dir einen wunderschönen Tag auf Hiddensee! Deine Familie“ / Karl Wilhelm Fricke (96), Journalist und Publizist, langjähriger Vorsitzender des Beirats der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, 2017 erhielt er den von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin erstmals vergebenen Karl-Wilhelm-Fricke-Preis / Peter Fox, bürgerlich Pierre Baigorry, (54), Reggae- und Hip-Hop-Musiker und einer der Frontmänner der Band Seeed / Gerd Gigerenzer (78), Psychologe, seit 2020 Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz an der Universität Potsdam, Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg / Angela Marquardt (54), Politikerin (SPD), seit Juni 2020 Mitglied des zweiten Betroffenenrates beim unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) / Herbert Olschok (75), Schauspieler, bis 2013 als künstlerischer Leiter am Berliner Theater im Palais / Thomas Ostermeier (57), Theaterregisseur, seit 1999 künstlerischer Leiter und Regisseur an der Schaubühne Berlin. Seit 2019 Mitglied der Akademie der Künste / „Liebe Paula, alles Gute zu Deinem 17. Geburtstag wünschen Dir Deine Großeltern Ilsetraut und Lothar. Viel Spaß und alles was Du Dir wünscht bei Deiner heutigen Geburtstagsfeier“ / „Die himmlischen Rad-Fahrenden wünschen Ruth zum 100. Geburtstag alles Gute (seit 1981 gibt's unsere jährliche Radl-Tour und bis 2019 warst Du dabei)“ / André Schulze (39), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses / Simone von Zglinicki (74), Schauspielerin, seit 1974 Mitglied des Deutschen Theaters Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Hinrich Baller, * 4. Juli 1936, verstorben am 23. Juli 2025 / Andreas Brocke, * 8. März 1957, verstorben am 24. August 2025 / Frank Grunewald, * 23. Februar 1964, verstorben am 25. August 2025
Stolperstein – Louis Kurzweg wurde am 21. Februar 1875 in Chemnitz geboren. Zusammen mit seiner Frau Betty hatte der Fabrikleiter zwei Töchter, Ellen und Ruth. Beide sind schon Anfang der 1930er Jahre mit ihren Ehemännern nach Palästina emigriert. Am 14. August 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert und dort, am 3. September 1942, ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Eisenzahnstraße 65 in Wilmersdorf an Louis Kurzweg.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern eher gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: die Gedenkstätte Berliner Mauer.
„Ein absolutes Muss, nicht nur für Touristen“, schreibt ein begeisterter Besucher auf Google Maps. Recht hat er. Schließlich prägt die Teilung Berlins bis heute die Stadt. Passenderweise besteht die Gedenkstätte aus zwei Teilen: Außen informieren Tafeln über Versöhnungskirche und Fluchttunnel, rostrote Stäbe zeigen den Verlauf der Mauer. Innen geht es um die historischen Hintergründe, besonders eindrucksvoll sind dabei die Video- und Tonaufnahmen von Zeitzeugen. Wer die Dimensionen wirklich begreifen will, sollte auf die Aussichtsplattform steigen: Von dort eröffnet sich der Blick auf ein 80 Meter langes Grenzstück.
Keine Grenzen im Kopf hatten gestern Isabella Klose, Lorenz Maroldt, Christoph Papenhausen und Susanne Vieth-Entus (Recherche). Tobias Langley-Hunt hat das Stadtleben serviert und Jennifer Katona in der Früh einmal durchgewischt (Produktion). Morgen begrüßt Sie hier Christian Latz.
Bis bald!
