Mit dem Dampfer zum Berlin-Derby

Hertha- und Unionfans sind sich spinnefeind? Von wegen. Am Samstag schippern sie gemeinsam zur Alten Försterei. Exklusiv für Abonnenten.

Mit dem Dampfer zum Berlin-Derby
Foto: Simone Mann

Flanke zum Fußball: Nachdem 30.000 Dresdner im Olympiastadion zu ihrem Oldie-Hit „Ost-, Ost-, Ostdeutschland“ tanzten und 120 Minuten lang auf den Rängen Silvester feierten (Hertha dafür kurz vor Mitternacht einen epischen Pokalsieg), schütteln sich nun Berlins Fußballfans aus Nord und Süd ins Derbyfieber. „Eisern-Berlin“ kann gemeinsam Marmor, Stein und Eisen brechen – und Herzen sowieso. Manche leben ihre Liebe sogar zusammen aus wie der Verein Hertha-Union-Freunde, der am Sonnabend mit dem Dampfer „Viktoria“ von Mitte nach Köpenick zum Stadion schippert. Olaf Forner hat die Fahrt organisiert und sagt: „Das sind Familien, da fragt man nicht, wer welche Mannschaft unterstützt.” Forner, aufgewachsen in Ost-Berlin, ist Union-Herthaner oder Hertha-Unioner, ganz festlegen wollte er sich im Gespräch mit meiner Kollegin Judith Langowski nicht. Mehr zu Forners vielen Talenten lesen Sie am Sonnabend im Tagesspiegel; mehr zum Derby hier weiter unten. Und mehr zu gewinnen als drei Punkte gibt’s für alle, zumindest an Erkenntnis. Schließlich liegt ganz Berlin in Ostdeutschland.