Abwässer von Berliner Kleingärten werden umgeleitet
Berlin, aber Sommerloch. Hier darf diese Meldung auf keinen Fall versickern: Die Wasserbetriebe haben den „Wechsel der provisorischen Fäkalieneinleitung von Heiligensee nach Wittenau“ bekannt gegeben. Es geht um ein Thema, das nicht wenigen Anwohnern stank, wie unser Reinickendorf-Reporter Gerd Appenzeller zu berichten weiß (kostenlose Bestellung seines Newsletters hier). Nach Protesten kommen nun Abwässer aus den Sammelgruben von Kleingärten in einem Gewerbegebiet in Wittenau unter die Erde. Weil sich in Heiligensee gleich Häuser neben der Pumpstation befanden. Weil die Abfuhrunternehmen trotzdem eine Einleitstelle im Norden von Berlin brauchten. Weil sie nicht immer extra aus dem Süden anfahren wollten und drohten, gar nicht mehr abzupumpen. Und schlussendlich eben, weil man auch als ehrenamtlich engagierter Gärtner zugeben muss: Kleingärtner machen auch Mist.